Neuigkeiten

Feier der Versöhnung

Rembrandt_Verlorener_SohnZur inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest findet am Sonntag, 17. Dezember, um 9:30 Uhr in unserer Stuttgarter Kirche St. Katharina eine Feier der Versöhnung statt. Bereits im 19. Jahrhundert haben die Alt-Katholiken die damals äußerst umstrittene Praxis des Bußsakraments reformiert. Dazu gehörten die Abschaffung der Verpflichtung zur Beichte mindestens einmal im Jahr und die Beschränkung des Sakraments allein auf die Ohrenbeichte. Seit 1877 gibt es deshalb im deutschen Bistum die Praxis, das Bußsakrament auch in gemeinschaftlicher Form zu feiern – mit sakramentaler Lossprechung. Selbstverständlich ist auf Wunsch weiterhin das persönliche Beichtgespräch möglich, allerdings nicht in einem Beichtstuhl, der ohnehin erst spät in die Kirchen kam. Da der alten Kirche, an deren Praxis sich die Alt-Katholiken oft orientieren, eine Verquickung von Bußsakrament und Eucharistiefeier fremd war – sie sah darin unabhängige, eigenständige Feiern – gehört zur alt-katholischen Eucharistiefeier kein Bußakt zu Beginn. Das Bußsakrament, das im deutschen Bistum der Alt-Katholiken lieber “Feier der Versöhnung” genannt wird, ist eigentlich ein sehr heilsames Sakrament, in dem es darum geht, die liebende Vergebungsbereitschaft Gottes zu erfahren, wie sie auch in vielen Begebenheiten, von denen die Evangelien erzählen, zum Ausdruck kommt – etwa in der Begegnung Jesu mit der Sünderin (Lukas 7,36-49).

Veröffentlicht in Allgemein am 11. Dezember 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Meditation und Mahl

Logo 2M2 M: So lautet eine Veranstaltungsreihe, die wir im Herbst 2016 gestartet haben. Sie findet jeweils am 3. Sonntag eines Monats abends um 18:00 Uhr im Ökumenesaal (gleich neben unserer Kirche St. Katharina) statt. 2 M steht für Meditation und Mahl. Unter Meditation ist bei dieser Veranstaltungsreihe eine Körperwahrnehmungsübung und eine 20-minütige angeleitete Stille zu verstehen. Der Begriff “Mahl” deutet auf die Feier der Eucharistie hin, d.h. Körperwahrnehmungsübung und Stille sind in eine schlichte Eucharistiefeier integriert. Das Angebot soll eine Möglichkeit sein, den Sonntag (oder das Wochenende) abzuschließen. Angeleitet werden die Abende jeweils von Priester Michael Weiße. Der nächste Termin ist am Sonntag, 17. Dezember.

Veröffentlicht in Neuigkeiten am | Autor: Joachim Pfützner

Adventspredigtreihe “Das große Staunen”

Ikone Verkündigung an Maria“Oh!” ist ein Ausdruck des Staunens, aber auch ein Ausdruck der Ehrerbietung. In der Adventszeit, näherhin an den letzten sieben Tagen, zelebriert die Kirche ein Staunen der besonderen Art. Es gilt dem, dessen Ankunft (adventus) sie erwartet: Jesus Christus. Bestaunt wird er mit Bildern, Symbolen und Titeln, die aus der jüdischen Bibel, unserem Alten Testament, stammen. Denn dort ist die Sehnsucht nach Gottes rettendem Eingreifen lebendig, besonders dann, wenn es dem Gottesvolk nicht gut geht. Ebenso lebendig ist dort auch das Versprechen Gottes, aus dem Geschlecht Davids einen König zu erwählen, der das Volk in eine gute Zukunft führt. Die Kirche hat schon sehr früh diese alten Verheißungen und Bilder auf Jesus übertragen. Und sie lässt sie alljährlich vom 17. bis zum 23. Dezember lebendig werden in den sogenannten “O-Antiphonen”, die so genannt werden, weil sie jeweils mit dem Ausruf des Staunens und der Ehrerbietung beginnen: “O…”

In diesem und im nächsten Jahr werden wir an den Sonntagen der Adventszeit die einzelnen O-Antiphonen betrachten und sie am Ende der Eucharistiefeier, nach der Kommunion, zusammen mit dem Magnificat singen. Wer nicht an jedem Sonntag dabei sein kann, hat hier die Möglichkeit, die Betrachtungen noch einmal nachzulesen.

 

Adventszeit 2017

  • 1. Adventssonntag: O Weisheit
  • 2. Adventssonntag: O Adonai
  • 3. Adventssonntag: O Spross aus Isais Wurzel

 

Adventszeit 2018

  • 1. Adventssonntag: O Schlüssel Davids
  • 2. Adventssonntag: O Morgenstern
  • 3. Adventssonntag: O König aller Völker
  • 4. Adventssonntag: O Emmanuel
Veröffentlicht in Allgemein am 3. Dezember 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Die Adventszeit in unserer Gemeinde im Überblick

Adventskranz 1. AdventEins ist klar: In der Adventszeit soll es in unserer Gemeinde keinen Terminstress geben. Immerhin sind die 22 Tage, die die Adventszeit in diesem Jahr hat, eine Vorbereitungszeit. Im Unterschied zu Festzeiten fallen Vorbereitungszeiten stiller aus.

Als geistlicher “roter Faden” durch diese Zeit dienen dieses Jahr drei der insgesamt sieben O-Antiphonen. Am 1. Adventssonntag ist es die Weisheit, wie sie in der gleichnamigen (deuterokanonischen) alttestamentlichen Schrift entfaltet wird (vgl. z.B. Weish 7,26-29a), am 2. Adventssonntag Adonai, eine hebräische Umschreibung des Gottesnamens (vgl. z.B. Dtn 30,10a.11.14) und am 3. Adventssonntag die Wurzel Jesse (vgl. Jes 11,10.12). Der 4. Adventssonntag fällt in diesem Jahr auf den 24. Dezember. Statt der Eucharistie am Vormittag werden wir gegen Abend um 16:30 Uhr zusammenkommen und in die Weih-Nacht hineinfeiern.

Am 2. Adventssonntag (10.12.2017) findet die traditionelle Adventsfeier unserer Gemeinde statt; sie beginnt um 14:00 Uhr in der alt-katholischen Kirche St. Katharina mit der Feier der Eucharistie und geht anschließend im Haus der Evangelischen Leonhardsgemeinde, Christophstraße 34, mit einer adventlichen Kaffeestunde, einem kleinen Kinderprogramm und dem Besuch des Nikolaus weiter.

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg findet am Montag, 11. Dezember, ein ökumenisches Hausgebet statt. Die Idee ist, dass sich in Mehrfamilienhäusern Familien zusammentun, um miteinander zu beten und eventuell auch den weiteren Abend zu verbringen. Ähnlich können das auch Familien und Freundeskreise machen. In vielen Kirchengemeinden treffen sich außerdem Gruppen und Kreise, um am ökumenischen Hausgebet teilzunehmen. Zur Erinnerung und Einladung läuten am 11. Dezember um 19:30 Uhr landesweit die Kirchenglocken.

Zur inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest dient die Feier der Versöhnung am 3. Adventssonntag um 9:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor der Eucharistiefeier.

Die Anglikanische Gemeinde lädt am Vorabend des 3. Adventssonntages, dem 16. Dezember, zum traditionellen Christmas Carol Service um 17:00 Uhr in die evangelische Leonhardskirche ein.

Wie an den großen christlichen Festen üblich, feiern wir in das Weihnachtsfest am 25. Dezember hinein. Mit Rücksicht auf die Familien mit kleinen Kindern und die zum Teil weiten Wege tun wir das am Vorabend, dem 24. Dezember, schon um 16:30 Uhr mit einer Eucharistiefeier, zu der teilweise parallel im Ökumenesaal ein Kindergottesdienst stattfindet.

Veröffentlicht in Allgemein am 29. November 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Gemeindeversammlung hat Synodenabgeordnete gewählt

Die Gemeindeversammlung am 19. November hat vier Abgeordnete für die Landessynode der Alt-Katholischen Kirche in Baden-Württemberg gewählt, die am Samstag, 17. März 2018, in Freiburg im Breisgau stattfinden wird. Gewählt wurden

  • Dr. Michael Grieb
  • Klaus Juchart
  • Dieter Schütz
  • Yann Simsont

Die Landessynode stellt eine mittlere Ebene zwischen der Gemeindeversammlung und der Bistumssynode statt. Laut Satzung der baden-württembergischen Landessynode findet sie alle drei Jahre statt.

Veröffentlicht in Neuigkeiten am 21. November 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Alt-Katholiken und das Projekt Zwei Religionen – ein Lied

Bach-Auch_du_kannst_singenEin wunderbarer Film über das Projekt “Chor der Religionen“, das Anfang Juli unter anderem auch in Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde stattgefunden hat, ist am Sonntag, 19. November, im SWR-Fernsehen gezeigt worden. In ihm wird nicht nur über die Alt-Katholiken und unser Gemeindeleben berichtet, sondern sehr eindrücklich auch über die vielfältige Erscheinungsweise des Islam. Zu sehen ist der beschwerliche, aber geglückte Weg, Christen und Muslime zu gemeinsamem Singen und, damit verbunden, zu zwangloser Begegnung zu bewegen. Initiator des Ganzen ist der Kirchenmusiker und Chor-Coach Patrick Bach, mit dem bereits mehrere Projekte dieser Art stattgefunden haben – sie alle sind an den kommenden Sonntagen (26.11. / 03.12. / 10.12.) jeweils um 14:30 Uhr im SWR-Fernsehen zu sehen. Wer den Film vom 19. November noch einmal sehen möchte, kann das hier tun.

Veröffentlicht in Neuigkeiten am 20. November 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Jahrbuch 2018 erschienen

Jahrbuch 2018Rechtzeitig zur Herbstgemeindeversammlung ist das Jahrbuch 2018 erschienen. Alt-Katholikinnen und Alt-Katholiken begleitet das 120 Seiten starke Buch, das jedes Jahr unter einem anderen Thema steht, mit dem Kalender für das Liturgische Jahr und dem Adressverzeichnis durch das Jahr. Aber auch für Freunde und Interessierte der Kirche bietet es eine Fülle von Informationen, so etwa einen ausführlichen Beitrag zur Frage “Was ist alt-katholisch?” Interessant sind auch jedes Jahr die Gemeindeportraits: 2018 stellen sich die Gemeinden Dresden, Essen, Hannover und die Randen- und Wutachtalgemeinden (Blumberg, Randen, Stühlingen, Schwaningen, Kommingen, Fützen und Mundelfingen) vor. Gemeinden sind aber in erster Linie keine Institutionen, sondern sie setzen sich aus ganz konkreten Menschen zusammen. Im Jahrbuch 2018 werden fünf aus ganz unterschiedlichen Regionen portraitiert. Den Hauptanteil des Jahrbuchs bilden aber die Beiträge zum Jahresthema, das 2018 “Heimat” lautet. Im Einzelnen ist zu lesen:

  • By the rivers of Babylon: ein Lied des Heimwehs von Klaus Rohmann
  • Zwei mal Heimat von Roland Seiler
  • HEIMAT – meine Geschichte von Heide Sturm
  • Heimat auf Zeit von Niki Schönherr
  • Alt-Katholische Kirche als Heimat von Cornelius Schmidt
  • Unsere Heimat ist im Himmel (Phil 3,29a) von Thomas Walter
  • Heimat von Carl Holtz
  • O du mein schönes Heimatland – oder: Das kann doch alles nicht wahr sein! von Francine Schwertfeger
  • Heimat(en) von Günter Pröhl
  • Heimat von Meik Barwisch

Das Jahrbuch liegt in den Schriftenständen von Kirche und Ökumenesaal aus. Über eine Spende dafür würde sich unsere Kirchengemeinde sehr freuen.

Veröffentlicht in Neuigkeiten am 14. November 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Altbischof Joachim Vobbe +

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In den frühen Morgenstunden des 26. Juli, des Gedenktags von Anna und Joachim,
ist in seiner Wohnung in Königswinter nach langer, schwerer Krankheit

Bischof Joachim Vobbe
von 1995 bis 2010 neunter Bischof
des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland

verstorben.

Mit seinem rheinischen Frohsinn, seiner Redegewandtheit  und seiner tiefen und ansteckenden Spiritualität  vermochte er viele Menschen zu bewegen.

Unserer Stuttgarter Gemeinde  bleibt er als Pate für die Anschaffung einer Orgel aus England und als Dichter des Liedes „Du Sehnsucht, Gottes Schöpfersaat“,
das er eigens für die Orgelweihe am 12. Juni 2011 geschrieben hat,  in lebendiger Erinnerung.

Wegen der Ferienzeit wurde in unserer Gemeinde erst in den Gottesdiensten am 9. und 10. September seiner gedacht.

Das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland hat in einem feierlichen Requiem am Samstag, 5. August 2017, in der Namen-Jesu-Kirche in Bonn Abschied genommen.

Weitere Informationen:
–  Mitteilung des Bistums
–  Würdigung der römisch-katholischen Deutschen Bischofskonferenz
–  Würdigung der Evangelischen Kirche im Rheinland

Veröffentlicht in Allgemein am 27. Juli 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Auch wir Alt-Katholiken sagen: “Ade, Ken!”

Rev'd Kenneth R. Dimmick

Rev’d Kenneth R. Dimmick

Am Sonntag, 9. Juli, wurde im Rahmen des anglikanischen Gottesdienstes der langjährige Pfarrer der anglikanischen Gemeinde, Rev’d Kenneth R. Dimmick, in den Ruhestand verabschiedet, Nach einer ausgedehnten Europareise zusammen mit seinem Bruder wird der 63-jährige Priester, der seit Pfingsten 2006 in Stuttgart tätig war, nach Texas zurückgehen und dort in der Nähe seiner Familie leben. Viele alt-katholische Gemeindemitglieder haben Ken Dimmick in den vergangenen Jahren schätzen gelernt. Regelmäßig an den fünften Sonntagen eines Monats haben unsere Gemeinden gemeinsam Eucharistie gefeiert – mal unter der Leitung von Ken, mal unter der Leitung des alt-katholischen Pfarrers. Ken hat diese Gottesdienste sehr gemocht und viel Engagement da hineingelegt. Und er war immer wieder auch zu Vertretungen in der alt-katholischen Gemeinde bereit – dank der seit 1931 bestehenden “full communion” zwischen den alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union und den Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft. Unvergesslich wird für uns aber bleiben, dass Ken es war, der uns zur Anschaffung der englischen Orgel ermutigt hat. Wo wir Grenzen sahen und Befürchtungen äußerten, war er derjenige, der beherzt darüber hinaussah, der sich nicht einmal vom Einbau einer Orgelempore abhalten ließ und der dem Kirchenvorstand unserer Gemeinde am Ende anbot, für das Fundraising zu sorgen, weil unsere Gemeinde ja schon mit dem Projekt Kirchensanierung belastet war. Seit 2011 steht diese Orgel aus dem Jahr 1902 nun in unserer Kirche und erweckt den Eindruck, als sei sie für uns gemacht, und wir Alt-Katholiken sind inzwischen froh, damals Ja zu dieser Anschaffung gesagt zu haben. Die Orgel bleibt – Ken müssen wir ziehen lassen. Und wir gönnen es ihm. Aber die Orgel wird uns weiter an ihn erinnern. Ade, Ken! Gottes Segen für Deinen neuen Lebensabschnitt drüben in den Staaten, Deiner geliebten Heimat!

Veröffentlicht in Neuigkeiten am 7. Juli 2017 | Autor: Joachim Pfützner

Neuer Dekan eingeführt

Burg Altleiningen

Burg Altleiningen

Im Rahmen des Dekanatswochenendes, das vom 12. bis 14. Mai auf der Burg Altleiningen stattfand, hat Bischof Dr. Matthias Ring im großen Saal der Burg den neuen Dekan Bernd Panizzi in sein Amt eingeführt. Der 61-jährige Heidelberger Pfarrer war am 18. März in der Schlosskirche in Mannheim von der Dekanatsversammlung gewählt worden. Bernd Panizzi wird zuständig sein für die Gemeinden Baden-Baden, Dittelsheim-Heßloch, Heidelberg, Karlsruhe, Landau, Ludwigshafen, Mannheim, Offenburg und Stuttgart, die das Dekanat Nordbaden-Württemberg mit Rheinland-Pfalz/Süd bilden. Das Dekanatswochenende, das jährlich stattfindet, seit 2002 in der Jugendherberge Burg Altleiningen, führt Mitglieder aus allen Gemeinden zusammen. Für die Vorbereitung und Gestaltung ist jeweils eine Gemeinde verantwortlich.

Veröffentlicht in Allgemein am 9. Mai 2017 | Autor: Joachim Pfützner