20 Jahre Kathy’s Vesper

Offenes_Portal_KatharinenkircheDie offenstehende Tür der Katharinenkirche: Seit nunmehr 20 Jahren ist sie das Symbol für Kathy’s Vesper. Am 27. Juli 1997 stand sie erstmals offen für “Menschen von der Straße”, wie es damals hieß. Heute kommen die Gäste von Kathy’s Vesper nicht mehr ausschließlich von der Straße, sondern es sind Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen. Gemeinsam ist ihnen allen, dass der Geldbeutel am Monatsende “klamm” ist und dass sie auch sonst kaum etwas auf der hohen Kante liegen haben. Nicht wenigen von ihnen fehlt es zudem an sozialen Kontakten. Für sie ist Kathy’s Vesper ein willkommener monatlicher Treffpunkt, der zunächst einen kurzen Abendgottesdienst, “Vesper” genannt, und dann ein reichhaltiges “Vesper” auf den Tischen des Ökumenesaals umfasst. Ein Team aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die von Anfang an nicht nur aus der einladenden alt-katholischen Gemeinde kommen, sondern auch aus anderen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Stuttgart, sorgt für das Wohlbefinden der jeweils 50-70 Gäste. Dazu gehört auch, dass diese an den Tischen bedient werden. Auch die geistliche Betreuung wird nicht nur von den alt-katholischen Seelsorgern sichergestellt; ebenfalls seit 20 Jahren wirken dabei auch Seelsorgerinnen und Seelsorger der evangelischen, der evangelisch-methodistischen und der römisch-katholischen Kirche mit. Kathy’s Vesper versteht sich nicht als Konkurrenz zur traditionellen Vesperkirche, die alljährlich in den kalten Monaten Januar bis Mitte März in der benachbarten Leonhardskirche ihre Pforten öffnet. Um diesen Eindruck zu vermeiden, legt Kathy’s Vesper in den Monaten Dezember bis Februar jeweils eine schöpferische Pause ein. Mit den Kathy’s-Vesper-Gästen, den ehemaligen und aktuellen Kathy’s-Vesper-Team-Mitgliedern, den Vertreterinnen und Vertretern der mitwirkenden Gemeinden und vielen anderen geladenen Gästen feiern wir das Jubiläum am Sonntag, 25. Juni, um 17:17 Uhr in der alt-katholischen Kirche St. Katharina.

Veröffentlicht in Allgemein am 19. Juni 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner