Auch wir Alt-Katholiken sagen: “Ade, Ken!”

Rev'd Kenneth R. Dimmick

Rev’d Kenneth R. Dimmick

Am Sonntag, 9. Juli, wurde im Rahmen des anglikanischen Gottesdienstes der langjährige Pfarrer der anglikanischen Gemeinde, Rev’d Kenneth R. Dimmick, in den Ruhestand verabschiedet, Nach einer ausgedehnten Europareise zusammen mit seinem Bruder wird der 63-jährige Priester, der seit Pfingsten 2006 in Stuttgart tätig war, nach Texas zurückgehen und dort in der Nähe seiner Familie leben. Viele alt-katholische Gemeindemitglieder haben Ken Dimmick in den vergangenen Jahren schätzen gelernt. Regelmäßig an den fünften Sonntagen eines Monats haben unsere Gemeinden gemeinsam Eucharistie gefeiert – mal unter der Leitung von Ken, mal unter der Leitung des alt-katholischen Pfarrers. Ken hat diese Gottesdienste sehr gemocht und viel Engagement da hineingelegt. Und er war immer wieder auch zu Vertretungen in der alt-katholischen Gemeinde bereit – dank der seit 1931 bestehenden “full communion” zwischen den alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union und den Kirchen der anglikanischen Gemeinschaft. Unvergesslich wird für uns aber bleiben, dass Ken es war, der uns zur Anschaffung der englischen Orgel ermutigt hat. Wo wir Grenzen sahen und Befürchtungen äußerten, war er derjenige, der beherzt darüber hinaussah, der sich nicht einmal vom Einbau einer Orgelempore abhalten ließ und der dem Kirchenvorstand unserer Gemeinde am Ende anbot, für das Fundraising zu sorgen, weil unsere Gemeinde ja schon mit dem Projekt Kirchensanierung belastet war. Seit 2011 steht diese Orgel aus dem Jahr 1902 nun in unserer Kirche und erweckt den Eindruck, als sei sie für uns gemacht, und wir Alt-Katholiken sind inzwischen froh, damals Ja zu dieser Anschaffung gesagt zu haben. Die Orgel bleibt – Ken müssen wir ziehen lassen. Und wir gönnen es ihm. Aber die Orgel wird uns weiter an ihn erinnern. Ade, Ken! Gottes Segen für Deinen neuen Lebensabschnitt drüben in den Staaten, Deiner geliebten Heimat!

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 7. Juli 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner