Adventspredigtreihe “Das große Staunen”

Ikone Verkündigung an Maria“Oh!” ist ein Ausdruck des Staunens, aber auch ein Ausdruck der Ehrerbietung. In der Adventszeit, näherhin an den letzten sieben Tagen, zelebriert die Kirche ein Staunen der besonderen Art. Es gilt dem, dessen Ankunft (adventus) sie erwartet: Jesus Christus. Bestaunt wird er mit Bildern, Symbolen und Titeln, die aus der jüdischen Bibel, unserem Alten Testament, stammen. Denn dort ist die Sehnsucht nach Gottes rettendem Eingreifen lebendig, besonders dann, wenn es dem Gottesvolk nicht gut geht. Ebenso lebendig ist dort auch das Versprechen Gottes, aus dem Geschlecht Davids einen König zu erwählen, der das Volk in eine gute Zukunft führt. Die Kirche hat schon sehr früh diese alten Verheißungen und Bilder auf Jesus übertragen. Und sie lässt sie alljährlich vom 17. bis zum 23. Dezember lebendig werden in den sogenannten “O-Antiphonen”, die so genannt werden, weil sie jeweils mit dem Ausruf des Staunens und der Ehrerbietung beginnen: “O…”

In diesem und im nächsten Jahr werden wir an den Sonntagen der Adventszeit die einzelnen O-Antiphonen betrachten und sie am Ende der Eucharistiefeier, nach der Kommunion, zusammen mit dem Magnificat singen. Wer nicht an jedem Sonntag dabei sein kann, hat hier die Möglichkeit, die Betrachtungen noch einmal nachzulesen.

 

Adventszeit 2017

  • 1. Adventssonntag: O Weisheit
  • 2. Adventssonntag: O Adonai
  • 3. Adventssonntag: O Spross aus Isais Wurzel

 

Adventszeit 2018

  • 1. Adventssonntag: O Schlüssel Davids
  • 2. Adventssonntag: O Morgenstern
  • 3. Adventssonntag: O König aller Völker
  • 4. Adventssonntag: O Emmanuel
Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 3. Dezember 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner