Du und ich: Predigtreihe zum Bild von Chidi Kwubiri

Eine Predigtreihe zum Bild des in Pulheim bei Köln lebenden, aus Nigeria stammenden Künstlers Chidi Kwubiri steht im Mittelpunkt der 40 Tage vor Ostern in der alt-katholischen Kirchengemeinde St. Katharina in Stuttgart. Unter dem Leitwort “Du und ich” werden an den fünf Sonntagen dieser besonderen Zeit – der Palmsonntag am 25. März bildet als erster Tag der Heiligen Woche eine Ausnahme – Impulse gegeben, die sich aus Detailbetrachtungen des 2016 entstandenen Bildes ergeben, aber auch aus den zum jeweiligen Sonntag gehörenden biblischen Texten.

Aus der Ansprache vom 18. Februar:

“Viel zu sehen scheint es auf dem Bild des afrikanischen Künstlers Chidi Kwubiri nicht zu geben. Es zeigt zwei Menschen, die einander anschauen. Der eine ist in Grün gehalten, der andere in Gelb. Eigentlich sind es zwei Bilder, die deutlich voneinander abgegrenzt sind. Und so sind sie auch entstanden. Zuerst das gelbe, dann das grüne. Zuerst der Hintergrund, dann die Figuren. Doch, obwohl die beiden Figuren jeweils am äußersten Rand platziert sind und obwohl ihre ‘Welten’ durch die beiden Farben voneinander unterschieden und zusätzlich noch durch die weiße Mittellinie getrennt sind, stehen die beiden Figuren in Beziehung zueinander: Sie sind einander zugewandt, sie schauen einander an, die Hände der einen ruhen auf den Schultern der anderen. Auch die Maltechnik verbindet die beiden Figuren: Sie wird ‘Drip Painting’ oder auch ‘Dripping’ genannt, ‘getropfte Malerei’ – die Leinwand befindet sich am Boden, und auf sie wird die Farbe dann mit großen Pinseln oder auch direkt aus den Farbtöpfen tropfend und schleudernd aufgetragen. Chidi Kwubiri hat dabei nicht nur einfach die Farben Grün und Gelb verwendet, sondern er hat bei beiden Bildteilen verschiedene Nuancen dieser Farben eingesetzt. Und erst dann hat er mit dem Pinsel die Konturen der Figuren herausgearbeitet – eine Technik, die der Künstler oft verwendet und die seine Werke einzigartig und auch geheimnisvoll macht…”

Zum Nachlesen:

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 23. Februar 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner