Landessynode verabschiedet Rosemarie Glaser nach zwölf Jahren

Rosi grZwölf Jahre, das sind vier Amtsperioden, hat Rosemarie Glaser aus unserer Gemeinde im Landessynodalrat der Alt-Katholischen Kirche in Baden-Württemberg mitgearbeitet – und das nicht etwa nur aus Pflichtbewusstsein, sondern mit viel Freude und Engagement. Wer an der 34. Landessynode, die Mitte März in Freiburg zusammengekommen war, teilgenommen hat, konnte spüren, dass die fünf Frauen und Männer des Gremiums, das laut Synodenordnung »die ständige Vertretung der Landessynode« ist, zu einem guten Team zusammengewachsen waren. Das liegt zum einen daran, dass alle Mitglieder bereits mehrere Amtsperioden mitgearbeitet haben; es ist aber auch der guten Atmosphäre zu verdanken, die Dekan Bernd Panizzi über Jahre hinweg mit seinem Leitungs- und Arbeitsstil geschaffen hat. Innerhalb des Gremiums war Rosemarie Glaser zuletzt auch die stellvertretende Vorsitzende, und als die, die am nächsten zur Landeshauptstadt Stuttgart wohnt, war sie diejenige, die für die kurzen Wege zur Landesregierung, insbesondere zum Kultusministerium gesorgt hat.

Nach zwölf Jahren nun haben sich die beiden Frauen des Gremiums – außer Rosemarie Glaser auch Heike Huther aus Singen – verabschiedet. Im Namen des Landessynodalrats dankte Vorsitzender Dekan Bernd Panizzi ihnen für ihr großes Engagement – Heike Huther war neun Jahre dabei gewesen, also drei Amtsperioden – und überreichte ihnen einen Blumenstrauß, einen Bildband von Baden-Württemberg und einen Restaurantgutschein für je zwei Personen. Auch von unserer Gemeinde sei Rosemarie Glaser Anerkennung und Dank gesagt. Als sie vor zwölf Jahren in Baden-Baden in den Landessynodalrat gewählt wurde, war sie bereits zwölf Jahre im Kirchenvorstand unserer Gemeinde und sollte es noch weitere vier Jahre sein, bis März 2010, zuletzt auch als Vorsitzende. Hier war sie vor allem mit dem zweiten Abschnitt der Kirchensanierung befasst. Außerdem fiel in ihrer Amtszeit als Vorsitzende die Entscheidung zur Anschaffung der englischen Orgel und die Umsetzung der Finanzreform unseres Bistums.

Inhaltliches Thema der Landessynode war ein Referat von Pfarrer Thomas Walter, dem Leiter des Geistlichen Zentrums Friedenskirche in Deggendorf zum Thema »Geistliches Leben in der Gemeinde«. Thomas Walter, der von 1990 bis 1999 Pfarrer unserer Stuttgarter Gemeinde war, hob vor allem hervor, dass geistliches Leben kein Punkt unter anderen Punkten des Gemeindelebens sei, sondern es sei zu sehen als, »Humus…, aus dem alles wachsen darf, und als Grund, auf dem alles stehen darf, was eine Gemeinde ist und tut«. Dem konnten die Abgeordneten anschließend in fünf Gesprächsgruppen nachgehen: Geistliches Leben, Diakonie, Kirchenvorstandsarbeit, Finanzen und Projektfinanzierung. Wie die Plenumsrunde zeigte, waren die Abgeordneten von dem, was sie für sich und ihre Gemeinden mit nach Hause nehmen konnten, höchst angetan.

Nach einem reichhaltigen Mittagessen fand dann der formale Teil der Landessynode statt: Bericht des Vorsitzenden, Bericht der Rechnungsprüfer – die Zahlen der Rechnugsführung lagen den Abgeordneten schriftlich vor – Entlastung des Landessynodalrats und des Rechners sowie Wahlen für den neuen Landessynodalrat. Wiedergewählt wurden Dekan Panizzi als Vorsitzender, Dekan Joachim Sohn aus Furtwangen und Rudolf Klefenz aus Baden-Baden. Neu im Gremium sind Beate Wächter aus Freiburg und Peter Baumgärtner aus Karlsruhe. Als Ersatzpersonen, die in Zukunft zu zwei Sitzungen im Jahr eingeladen werden sollen, wurden Pfarrerin Sabine Clasani aus Mannheim, Detlev Jens aus Konstanz und Dela Schwäble aus Karlsruhe gewählt.

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 20. März 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner