Kategorie-Archiv: Allgemein

Gottesdienste mit Vikar Florian Bosch aus Karlsruhe

Firmgruppe1Die Gottesdienste am Sonntag von der Hochzeit zu Kana in Tübingen am Samstag, 13. Januar, um 16:00 Uhr und in Stuttgart am Sonntag, 14. Januar, um 10:00 Uhr, wird Vikar Florian Bosch aus Karlsruhe leiten. Während seines Theologiestudiums in Tübingen war Florian Bosch zusammen mit seinem Mann David einige Jahre lang Gast bei den Tübinger Gottesdiensten, die beide auch immer wieder einmal mitgestaltet haben. Hier feierte Florian Bosch im Juli 2013 auch seinen Beitritt in unsere Kirche. Im selben Jahr ging er dann nach Bonn, um dort den Masterstudiengang der Alt-Katholischen und Ökumenischen Theologie zu absolvieren. Seit 2015 ist er in unserem Bistum als Pfarramtsanwärter beschäftigt – zuerst in der Gemeinde Augsburg und seit Februar 2017 in der Gemeinde Karlsruhe. Am 23. September empfing Florian Bosch in der Schlosskirche in Mannheim zusammen mit drei weiteren Kollegen die Priesterweihe. Die Gottesdienste in Tübingen und Stuttgart sind als eine Art Nachprimiz mit der Heimatgemeinde zu verstehen.

Veröffentlicht in Allgemein am 12. Dezember 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Feier der Versöhnung

Rembrandt_Verlorener_SohnZur inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest findet am Sonntag, 17. Dezember, um 9:30 Uhr in unserer Stuttgarter Kirche St. Katharina eine Feier der Versöhnung statt. Bereits im 19. Jahrhundert haben die Alt-Katholiken die damals äußerst umstrittene Praxis des Bußsakraments reformiert. Dazu gehörten die Abschaffung der Verpflichtung zur Beichte mindestens einmal im Jahr und die Beschränkung des Sakraments allein auf die Ohrenbeichte. Seit 1877 gibt es deshalb im deutschen Bistum die Praxis, das Bußsakrament auch in gemeinschaftlicher Form zu feiern – mit sakramentaler Lossprechung. Selbstverständlich ist auf Wunsch weiterhin das persönliche Beichtgespräch möglich, allerdings nicht in einem Beichtstuhl, der ohnehin erst spät in die Kirchen kam. Da der alten Kirche, an deren Praxis sich die Alt-Katholiken oft orientieren, eine Verquickung von Bußsakrament und Eucharistiefeier fremd war – sie sah darin unabhängige, eigenständige Feiern – gehört zur alt-katholischen Eucharistiefeier kein Bußakt zu Beginn. Das Bußsakrament, das im deutschen Bistum der Alt-Katholiken lieber “Feier der Versöhnung” genannt wird, ist eigentlich ein sehr heilsames Sakrament, in dem es darum geht, die liebende Vergebungsbereitschaft Gottes zu erfahren, wie sie auch in vielen Begebenheiten, von denen die Evangelien erzählen, zum Ausdruck kommt – etwa in der Begegnung Jesu mit der Sünderin (Lukas 7,36-49).

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 11. Dezember 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Adventspredigtreihe “Das große Staunen”

Ikone Verkündigung an Maria“Oh!” ist ein Ausdruck des Staunens, aber auch ein Ausdruck der Ehrerbietung. In der Adventszeit, näherhin an den letzten sieben Tagen, zelebriert die Kirche ein Staunen der besonderen Art. Es gilt dem, dessen Ankunft (adventus) sie erwartet: Jesus Christus. Bestaunt wird er mit Bildern, Symbolen und Titeln, die aus der jüdischen Bibel, unserem Alten Testament, stammen. Denn dort ist die Sehnsucht nach Gottes rettendem Eingreifen lebendig, besonders dann, wenn es dem Gottesvolk nicht gut geht. Ebenso lebendig ist dort auch das Versprechen Gottes, aus dem Geschlecht Davids einen König zu erwählen, der das Volk in eine gute Zukunft führt. Die Kirche hat schon sehr früh diese alten Verheißungen und Bilder auf Jesus übertragen. Und sie lässt sie alljährlich vom 17. bis zum 23. Dezember lebendig werden in den sogenannten “O-Antiphonen”, die so genannt werden, weil sie jeweils mit dem Ausruf des Staunens und der Ehrerbietung beginnen: “O…”

In diesem und im nächsten Jahr werden wir an den Sonntagen der Adventszeit die einzelnen O-Antiphonen betrachten und sie am Ende der Eucharistiefeier, nach der Kommunion, zusammen mit dem Magnificat singen. Wer nicht an jedem Sonntag dabei sein kann, hat hier die Möglichkeit, die Betrachtungen noch einmal nachzulesen.

 

Adventszeit 2017

  • 1. Adventssonntag: O Weisheit
  • 2. Adventssonntag: O Adonai
  • 3. Adventssonntag: O Spross aus Isais Wurzel

 

Adventszeit 2018

  • 1. Adventssonntag: O Schlüssel Davids
  • 2. Adventssonntag: O Morgenstern
  • 3. Adventssonntag: O König aller Völker
  • 4. Adventssonntag: O Emmanuel
Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 3. Dezember 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

O Spross aus Isais Wurzel

O Spross aus Isais Wurzel,
gesetzt zum Zeichen für die Völker,
vor dir verstummen die Herrscher der Erde,
dich flehen an die Völker:
O komm und errette uns,
erhebe dich, säume nicht länger!

(Siehe auch “Eingestimmt” Nr. 313,4)

Veröffentlicht in Allgemein am 29. November 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

O Adonai

O Adonai,
Herr und Führer des Hauses Israel,
im flammenden Dornbusch bist du dem Mose erschienen
und hast ihm auf dem Berge das Gesetz gegeben:
O komm und befreie uns mit deinem starken Arme.

(Siehe auch “Eingestimmt” Nr. 313,3)

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O Weisheit

O Weisheit,
hervorgegangen aus dem Munde des Höchsten,
die Welt umspannst du von einem Ende zum andern,
in Kraft und Milde ordnest du alles:
O komm und offenbare uns den Weg der Weisheit und Einsicht!

(Siehe auch “Eingestimmt” Nr. 313,2)

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O-Antiphonen

Als “Antiphonen” werden Verse bezeichnet, die in der Tagzeitenliturgie die dort üblichen Psalmen und Cantica umrahmen. Gewöhnlich handelt es sich dabei um einen, dem Psalm oder dem Canticum entnommenen zentralen Vers, der den Text zusammenfasst. Die Antiphon kann aber auch besondere Anlässe thematisieren und stellt so ein “Gegenstück” (“Anti-“) zum jeweiligen Psalm oder Canticum dar. Dies gilt auch für die sogenannten “O-Antiphonen”. Sie umrahmen an den letzten sieben Tagen der Adventszeit (17.-23. Dezember) das neutestamentliche Canticum des Abendgebets, das nach den lateinischen Anfangsworten “Magnificat” genannt wird (“Magnificat anima mea Dominum” – “Hochpreise meine Seele den Herrn”).

“O-Antiphonen” heißen sie, weil sie alle mit einem “O” beginnen, dem Ausruf des Staunens und Bewunderns, aber auch der Ehrerbietung. Im Mittelpunkt steht der, dessen Ankunft (adventus) die Kirche erwartet: Jesus Christus. Dabei sind zwei Perspektiven dieser Ankunft bedeutsam. Die Evangelien überliefern einen Hinweis, der besagt, man werde “den Menschensohn in Wolken kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit” (Markus 13,26). Die erste Perspektive betrifft diese Verheißung; die Kirche erwartet das Wiederkommen Jesu Christi am Ende der Tage. In den Anfängen der Kirchengeschichte war das Warten darauf sehr zentral; das ganze Gemeindeleben und die ganze Alltagsgestaltung waren darauf ausgerichtet. Man stellte sich vor, dass das Ende der Tage nahe war, und lebte dementsprechend. In der Folgezeit aber musste diese Vorstellung korrigiert werden. „Seid also wachsam“, hieß nun die Parole, „denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde“ (Matthäus 25,13). Die Kirche lebt also in ständiger Erwartung und ist deshalb bemüht, immer bereit zu sein (Markus 13,33-37).

Die zweite Perspektive bezieht sich auf das Weihnachtsfest, die Feier der Geburt unseres Herrn Jesus Christus. Viele Texte der jüdischen Bibel (unserem Alten Testament) sprechen davon, dass Gott seinem auserwählten Volk einen König geben wird, der es in eine befreite und gerechte Zukunft führen wird. Als Christen glauben wir daran, dass sich diese Verheißung in der Geburt Jesu Christi erfüllt hat. In der Adventszeit meditiert sich die Kirche in die alte Erwartung dieses Königs hinein, ja, sie vergegenwärtigt sie und lässt die Bilder, in der sie zum Ausdruck gebracht wird, lebendig werden. Auf diese Weise wächst in den Meditierenden und Feiernden jene Sehnsucht, die sich schon in den alten Verheißungen der jüdischen Bibel spiegelt.

Besonders stark tut sie das an den letzten sieben Tagen der Adventszeit (17.-23. Dezember) – unter anderem durch die O-Antiphonen im Abendgebet. „O Weisheit“, heißt es da, „O Adonai“, „O Spross aus Isais Wurzel“, „O Schlüssel Davids“, „O Morgenstern“, „O König aller Völker“, „O Immanuel“. Angesprochen wird der Erwartete, Jesus Christus. Und durch die Art der Ansprache, indem jeweils ein Bild der alten Verheißungen aufgenommen wird, wird Jesus mit jenem von Gott angekündigten König identifiziert.

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Die Adventszeit in unserer Gemeinde im Überblick

Adventskranz 1. AdventEins ist klar: In der Adventszeit soll es in unserer Gemeinde keinen Terminstress geben. Immerhin sind die 22 Tage, die die Adventszeit in diesem Jahr hat, eine Vorbereitungszeit. Im Unterschied zu Festzeiten fallen Vorbereitungszeiten stiller aus.

Als geistlicher “roter Faden” durch diese Zeit dienen dieses Jahr drei der insgesamt sieben O-Antiphonen. Am 1. Adventssonntag ist es die Weisheit, wie sie in der gleichnamigen (deuterokanonischen) alttestamentlichen Schrift entfaltet wird (vgl. z.B. Weish 7,26-29a), am 2. Adventssonntag Adonai, eine hebräische Umschreibung des Gottesnamens (vgl. z.B. Dtn 30,10a.11.14) und am 3. Adventssonntag die Wurzel Jesse (vgl. Jes 11,10.12). Der 4. Adventssonntag fällt in diesem Jahr auf den 24. Dezember. Statt der Eucharistie am Vormittag werden wir gegen Abend um 16:30 Uhr zusammenkommen und in die Weih-Nacht hineinfeiern.

Am 2. Adventssonntag (10.12.2017) findet die traditionelle Adventsfeier unserer Gemeinde statt; sie beginnt um 14:00 Uhr in der alt-katholischen Kirche St. Katharina mit der Feier der Eucharistie und geht anschließend im Haus der Evangelischen Leonhardsgemeinde, Christophstraße 34, mit einer adventlichen Kaffeestunde, einem kleinen Kinderprogramm und dem Besuch des Nikolaus weiter.

Auf Einladung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) in Baden-Württemberg findet am Montag, 11. Dezember, ein ökumenisches Hausgebet statt. Die Idee ist, dass sich in Mehrfamilienhäusern Familien zusammentun, um miteinander zu beten und eventuell auch den weiteren Abend zu verbringen. Ähnlich können das auch Familien und Freundeskreise machen. In vielen Kirchengemeinden treffen sich außerdem Gruppen und Kreise, um am ökumenischen Hausgebet teilzunehmen. Zur Erinnerung und Einladung läuten am 11. Dezember um 19:30 Uhr landesweit die Kirchenglocken.

Zur inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest dient die Feier der Versöhnung am 3. Adventssonntag um 9:30 Uhr, also eine halbe Stunde vor der Eucharistiefeier.

Die Anglikanische Gemeinde lädt am Vorabend des 3. Adventssonntages, dem 16. Dezember, zum traditionellen Christmas Carol Service um 17:00 Uhr in die evangelische Leonhardskirche ein.

Wie an den großen christlichen Festen üblich, feiern wir in das Weihnachtsfest am 25. Dezember hinein. Mit Rücksicht auf die Familien mit kleinen Kindern und die zum Teil weiten Wege tun wir das am Vorabend, dem 24. Dezember, schon um 16:30 Uhr mit einer Eucharistiefeier, zu der teilweise parallel im Ökumenesaal ein Kindergottesdienst stattfindet.

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Kirchenpatrozinium

Katharina_InternetversionAm 25. November gedenkt die Kirche der heiligen Katharina von Alexandrien. Sie ist die Patronin unserer Kirche. Aus diesem Grund laden wir am Vorabend des 25. November, Freitag, 24. November, um 18:30 Uhr zur Lichtvesper und zu einem anschließenden Stehempfang ein. Über Katharina von Alexandrien ist nur Weniges bekannt. Was wir über sie wissen, ist uns durch Legenden überliefert, vor allem durch die “Legenda aurea”, die “goldene Legende” (13. Jh.). Diese verweist in das 3./4. Jahrhundert und knüpft an die Christenverfolgung Kaiser Diokletians und seines Unterkaisers Galerius im gesamten Römischen Reich an (303-311). Historisch steht Katharina für die vielen Märtyrerinnen und Märtyrer dieser Zeit. In der Stuttgarter Katharinenkirche ist über dem Eingang zum Ökumenesaal eine Statue der Heiligen angebracht.

Veröffentlicht in Allgemein am 20. November 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Klärungen

Logo Klärungen“Klärungen” heißt ein monatlich stattfindender offener Abend zur Klärung von Glaubensfragen. Gemeindemitglieder, die während der österlichen Bußzeit am Crashkurs Glaube teilgenommen haben, hatten sich ein solches regelmäßiges Angebot gewünscht. Erstmals hat “Klärungen” im Juni 2017 stattgefunden. Das nächste Mal ist “Klärungen” am Montag, 27. November, um 19:30 Uhr. An diesem Abend werden unter anderem die nächsten Termine festgelegt und Themen vereinbart. Inhaltlich werfen wir einen Blick auf das am ersten Adventssonntag beginnende neue liturgische Jahr und seine Leseordnung, in deren Mittelpunkt das Markus-Evangelium steht. Pfarrer Joachim Pfützner wird eine Einführung in die Besonderheiten dieses ältesten der vier neutestamentlichen Evangelien geben.

Veröffentlicht in Allgemein am 19. November 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner