Kategorie-Archiv: Allgemein

Ökumenischer Workshop über das Augsburger Bekenntnis

Abbildung zu Objekt Inv.Nr. C 3 von Museum im Melanchthonhaus BrettenZum 19. Mal laden die evangelische Leonhardsgemeinde Stuttgart und die alt-katholische Gemeinde Stuttgart zum Ökumenischen Workshop ein. Jedes Jahr nach Ostern wird hier ein Thema behandelt, das sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des vorangegangenen Workshops gewünscht haben. Für dieses Jahr lautete der Wunsch: Etwas zum Reformationsjubiläum. Die beiden Pfarrer Christoph Doll und Joachim Pfützner haben daraus zwei Abende über das Augsburger Bekenntnis konzipiert. Neben historischen und theologischen Grundinformationen sollen vor allem ausgewählte Artikel der Confessio Augustana aus evangelischer und alt-katholischer Perspektive betrachtet und diskutiert werden.

Reformation konkret:
Das Augsburger Bekenntnis

  • Dienstag, 25. April 2017: Historische Hintergründe und theologische Anliegen des Augsburger Bekenntnisses sowie Diskussion der Artikel 4 (Rechtfertigung), 5 (Predigtamt) und 6 (Neuer Gehorsam) aus evangelischer und alt-katholischer Perspektive
  • Dienstag, 2. Mai 2017: Diskussion der Artikel 7 und 8 (Kirche), 14 /Kirchliches Amt) und 16 (Weltliches Regiment) sowie Anmerkungen zur Wirkungsgeschichte der Confessio Augustana aus evangelischer und alt-katholischer Perspektive

Impulsreferate und Gesprächsleitung:
Pfarrer Christoph Doll (Ev. Leonhardsgemeinde) und Pfarrer Joachim Pfützner (Alt-Katholische Gemeinde)

Ort:
Ökumenesaal neben der alt-katholischen Kirche St. Katharina, Katharinenplatz 5 (Ecke Olgastraße)

Zeit:
Jeweils von 19:30 bis 21:30 Uhr

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 22. April 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Frohe, gesegnete Ostern!

Ostern – Aufbruch

behutsam
eingespielte
muster
miteinander
verlassen

die
eigene
geschichte
miteinander
durchgehen

einem
neuen
befreiten
Lebensgefühl
entgegen

Pierre Stutz

Allen, die diese Seite besuchen, und allen Mitgliedern unserer Gemeinde
ein gesegnetes, freudenvolles Osterfest!

 

Veröffentlicht in Allgemein am 15. April 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Einladung zur Mitfeier der Heiligen Woche

Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Auferstehung Christi, um 1636/39

Rembrandt Harmenszoon van Rijn, Auferstehung Christi, um 1636/39

Nach der Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem, die am Palmsonntag begangen wird, bildet das Triduum Sacrum, die heiligen drei Tage, den Höhepunkt der Heiligen Woche. Zum Triduum Sacrum werden der Karfreitag, der Karsamstag und der Ostersonntag gerechnet. Aber auch der Gründonnerstag gehört noch dazu, denn nach jüdischem Vorbild beginnen auch christliche Festtage mit dem Untergang der Sonne am Vorabend.

Die Feier des Gründonnerstags besteht aus der Feier des Abendmahls Jesu und dem anschließenden Gang zum Garten Getsemani, in dem Jesus vor Gott um die richtige Entscheidung über seinen Weg ringt.

Am Karfreitag feiern wir das Leiden und Sterben Christi, indem wir zunächst auf drei große biblische Lesungen hören, unter denen die Leidensgeschichte des Johannes-Evangeliums einen herausragenden Platz hat; es ist ein sehr langer Text, der zwei Kapitel des vierten Evangeliums umfasst. Anschließend wird ein verhülltes Kreuz enthüllt, und vor diesem wird das Leid der Menschen heute ausgebreitet. So wie Gott auf der Seite Jesu steht und in seinem Leiden und Sterben nicht von ihm weicht, so steht er auch aufseiten der heute Gequälten und Verachteten und derer, die großes Leid aushalten müssen.

Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Jesu. Traditionell kommt die Kirche aber in der Nacht vom Karsamstag auf den Ostersonntag zusammen, um der rettenden Taten Gottes zu gedenken, unter denen die Auferweckung Jesu von den Toten für uns besondere Bedeutung hat. Dies wird zunächst in einer Nachtwache getan, in der bis zu sieben große alttestamentliche Texte gelesen werden. Anschließend wird ein Osterfeuer und daran dann die neue Osterkerze entzündet, Symbol für den Sieg des Lebens über den Tod. Und daran wiederum schließt sich die Feier der Eucharistie an, in der nach Möglichkeit auch Taufen stattfinden sollen, auf jeden Fall aber ein Taufgedächtnis und eine Erneuerung des Taufversprechens aller Mitfeiernden.

Das Triduum Sacrum ist also ein Weg, der vom Tod ins Leben führt.

Wir laden ein, diesen Weg mit uns zu gehen.

Die Heilige Woche in unserer Gemeinde:

Veröffentlicht in Allgemein am 3. April 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Feier der Versöhnung

Rembrandt_Verlorener_SohnZur inneren Vorbereitung auf das Osterfest findet am Sonntag, 2. April, um 9:30 Uhr in unserer Stuttgarter Kirche St. Katharina eine Feier der Versöhnung statt. Bereits im 19. Jahrhundert haben die Alt-Katholiken die damals äußerst umstrittene Praxis des Bußsakraments reformiert. Dazu gehörten die Abschaffung der Verpflichtung zur Beichte mindestens einmal im Jahr und die Beschränkung des Sakraments allein auf die Ohrenbeichte. Seit 1877 gibt es deshalb im deutschen Bistum die Praxis, das Bußsakrament auch in gemeinschaftlicher Form zu feiern – mit sakramentaler Lossprechung. Selbstverständlich ist auf Wunsch weiterhin das persönliche Beichtgespräch möglich, allerdings nicht in einem Beichtstuhl, der ohnehin erst spät in die Kirchen kam. Da der alten Kirche, an deren Praxis sich die Alt-Katholiken oft orientieren, eine Verquickung von Bußsakrament und Eucharistiefeier fremd war – sie sah darin unabhängige, eigenständige Feiern – gehört zur alt-katholischen Eucharistiefeier kein Bußakt zu Beginn. Das Bußsakrament, das im deutschen Bistum der Alt-Katholiken lieber “Feier der Versöhnung” genannt wird, ist eigentlich ein sehr heilsames Sakrament, in dem es darum geht, die liebende Vergebungsbereitschaft Gottes zu erfahren, wie sie auch in vielen Begebenheiten, von denen die Evangelien erzählen, zum Ausdruck kommt – etwa in der Begegnung Jesu mit der Sünderin (Lukas 7,36-49).

Veröffentlicht in Allgemein am 27. März 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Dekanatsversammlung

Inneres der Schlosskirche in Mannheim

Inneres der Schlosskirche in Mannheim

Dekanatsversammlungen sind laut Synodal- und Gemeindeordnung (SGO) nötig zur Wahl eines Dekans oder einer Dekanin. Seit der Pensionierung von Dekan Johannes Theil im Sommer 2015 ist die Stelle eines Dekans im Dekanat Nordbaden-Württemberg mit Rheinland-Pfalz/Süd vakant. Wegen der starken Umbruchsituation, die durch gleich drei Pensi0nierungen innerhalb eines Jahres ausgelöst wurde, hatten Bischof und Synodalvertretung eine Wahl erst dann für sinnvoll angesehen, wenn die drei Gemeinden wieder besetzt sind. Das ist seit September 2016 nun der Fall.

Und so hat Bischof Dr. Matthias Ring in Absprache mit dem kommissarischen Dekan, Pfarrer Bernd Panizzi, Heidelberg, den Vorsitzenden des Mannheimer Kirchenvorstands, Gerd Winter, gemäß § 112 Absatz 3 SGO mit der Einberufung einer Dekanatsversammlung beauftragt. Mitglieder dieser Versammlung sind die Kirchenvorstandsmitglieder aller Gemeinden des Dekanats – betroffen sind die Gemeinden Baden-Baden, Dittelsheim-Heßloch, Heidelberg, Karlsruhe, Landau, Ludwigshafen, Mannheim, Offenburg und Stuttgart –, die Pfarrer und Pfarrerinnen und die aktiven Geistlichen im Ehrenamt. Da die Dekanatsversammlung öffentlich ist, können aber auch interessierte Mitglieder und Freunde aus den betroffenen Gemeinden kommen.

Stattfinden wird die Dekanatsversammlung am Samstag, 18. März, von 10:00 bis 14:30 Uhr in der Schlosskirche in Mannheim. Die Tagesordnung sieht außer der Wahl des Dekans oder der Dekanin noch folgende Punkte vor: Morgenlob, Informationen, Austausch über Kirchenvorstandsarbeit und Fundraisingprojekte, Vortrag von Prof. Dr. Andreas Krebs, Bonn, mit Austausch und Diskussion zum Thema »Sakrament des gesegneten Lebensbundes« (Näheres siehe hier). Die Versammlung schließt mit Gebet und Segen.

 

Veröffentlicht in Allgemein am 13. März 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Bisher erschlossene Bilder zu den Sonntagsevangelien

Bis Ostern werden wir uns das Evangelium in den Sonntagsgottesdiensten durch Bilder erschließen lassen. Bisher wurden folgende Bilder verwendet:

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 10. März 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Sakrament des gesegneten Lebensbundes

HOMO-EHEKann man die Segnung eines gleichgeschlechtlichen Paares gleichsetzen mit der Ehe? Mit dieser Frage hatte sich die Synode des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland 2014 auseinanderzusetzen, denn ihr lag ein Antrag vor, der genau dies forderte. Damals wurde recht bald klar: Per Abstimmung lässt sich diese Frage nicht lösen. Also wurde ein Gesprächsprozess in Gang gesetzt – auf breiter Ebene, wie Bischof Dr. Matthias Ring anregte. Das heißt: Unter Theologinnen und Theologen, an der Uni (sprich: Im Alt-Katholischen Seminar der Universität Bonn), in den regionalen Pastoralkonferenzen, aber auch vor Ort in den Gemeinden. Auf der letzten Bistumssynode 2016 wurde eine vorläufige Bilanz gezogen – in zwei Referaten wurde zusammengefasst, wo der Gesprächsprozess inzwischen steht, und anschließend fand unter den Synodenabgeordneten aus den Gemeinden genau das statt, was jetzt unbedingt vor Ort stattfinden muss: Eine Auseinandersetzung mit den Impulsen, die vonseiten der Theologie vorgetragen wurden. Auf Einladung der Gemeinde Mannheim hat am Samstag, 18. März 2017, der Direktor des Alt-Katholischen Seminars an der Universität Bonn, Prof. Dr. Andreas Krebs, in der Schlosskirche einen Vortrag zum Thema “Sakrament des gesegneten Lebensbundes” gehalten und darin Impulse zur Sakramentalität der Ehe, aber auch zum Sakramentsbegriff ganz allgemein, gegeben. Mit dieser Veranstaltung, die sich an das ganze Dekanat Nordbaden-Württemberg mit Rheinland-Pfalz/Süd gerichtet hat, soll der Gesprächsprozess zu den Themen Partnerschaft, Ehe, Sakrament in die Gemeinden des Dekanats getragen werden.

In der Gemeinde Stuttgart werden wir am 7. Mai 2017 im Rahmen des Kirchenkaffees nach der Eucharistiefeier, die um 10:00 Uhr beginnt, das Thema behandeln und die von Prof. Krebs vorgetragenen Impulse vorstellen. Schon heute laden wir dazu herzlich ein.

Empfehlung: Das Alt-Katholische Seminar der Universität Bonn gibt seit 2016 jährlich ein Jahresheft zum Thema Alt-Katholische und Ökumenische Theologie heraus. Im Jahresheft 2016 finden sich Diskussionsbeiträge zur Feier der Partnerschaftssegnung. Bestellungen hier.

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 7. März 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Fischessen am Aschermittwoch

FischessenDas Fischessen am Aschermittwoch geht auf eine Tradition zurück, die Anfang der 1980er Jahre in der alt-katholischen Gemeinde entstanden ist. Nach der Eucharistiefeier, die um 18:30 Uhr in der Kirche St. Katharina beginnt, und der Aschenauflegung findet es im Ökumenesaal neben der Kirche statt. Das Essen ist sehr einfach gehalten und dient vor allem dem gemeinschaftlichen Tun. Die mit dem Aschermittwoch einsetzende 40-tägige österliche Bußzeit gilt als Intensivzeit der Christen. Mit Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen, aber auch mit privaten Vorsätzen und Fasten bereiten sie sich auf das Osterfest vor, das höchste Fest der Christenheit.

Veröffentlicht in Allgemein am 21. Februar 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Crashkurs Glaube

Erschaffung des MenschenAn drei Abenden während der österlichen Bußzeit werden Zugänge zum apostolischen Glaubensbekenntnis geboten:

  • Montag, 06.03.2017, 19:30 Uhr: Ich glaube an Gott
  • Montag, 20.03.2017, 19:30 Uhr: Ich glaube an Jesus Christus
  • Montag, 03.04.2017, 19:30 Uhr: Ich glaube an den Heiligen Geist

Die Abende sind öffentlich und finden im Ökumenesaal neben der alt-katholischen Kirche St. Katharina, Stuttgart, statt. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Bild zum Thema des Abends. Bilder bieten zu Vielem einen anderen Zugang als Worte. Worte setzen Gedanken in Gang, beanspruchen also in erster Linie Kopf und Geist. Bilder dagegen sprechen auch andere Seiten in mir an, sie können tiefere Schichten erreichen. Insofern sind Bilder eine gute Ergänzung zu bloßen Worten.

Veröffentlicht in Allgemein am | Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Sakrament des gesegneten Lebensbundes

Feier_der_PartnerschaftssegnungKann die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare mit dem Sakrament der Ehe gleichgestellt werden? Diese Frage bewegt vor allem homosexuelle Paare, die eine Partnerschaftssegnung anstreben oder schon gefeiert haben. Seit 1997 sind solche Segnungen im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland möglich, und seit 2014 gibt es für diese Feiern auch einen offiziellen Ritus. Doch heißt dieser nicht “Die Feier der Trauung gleichgeschlechtlicher Paare”, sondern “Die Feier der Partnerschaftssegnung”. Damit sollte ein Unterschied zwischen der Trauung eines heterosexuellen Paares und der Segnung eines homosexuellen Paares hervorgehoben werden. Denn im Augenblick gilt: Die Ehe ist ein Sakrament, die Partnerschaftssegnung aber ist dies nicht. (mehr …)

Veröffentlicht in Allgemein am 6. Februar 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner