Zum Fest der Geburt Christi

Die Sterne sind verschwunden,
wo sind sie hin?
Der Tag liegt auf den Gründen.
Der Tag erschien.

Ein Mensch kommt aus der Mutter.
Die Sonne steigt.
Ein Mensch erschlägt den Bruder.
Die Erde schweigt.

Die Tausende in Zügen,
dem Tod bestimmt.
Die Sonne schien wie immer.
Die Erde blieb.

Ich habe es den Abend,
die Nacht gefragt.
Frag es die Morgenröte,
ward mir gesagt.

Warum ist doch die Welt so,
warum der Tod,
fragt ich den Tag, der wegfloh
ins Abendrot.

Die Nacht war voller Sterne,
sie schwiegen tief
und lächelten von Ferne,
wie ich auch rief.

Doch einer kam vom Himmel,
der Morgenstern,
hat sich zu mir gebogen
und blieb nicht fern.

Ach, möchten alle finden
einen wie ihn,
die Angst würde verschwinden,
der Ungeist fliehn.

Wir würden hier im Erdkreis
im Frieden sein,
und alle Pracht der Sterne
würde mit uns sein.

 

Mit diesem Text des niederländischen Theologen und Dichters Huub Oosterhuis (Übersetzung: Kees Kok) wünschen wir allen Besucherinnen und Besuchern unserer Website, allen, die unserer Kirche und unserer Gemeinde nahestehen, und nicht zuletzt auch uns selbst ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Alt-Katholische Kirchengemeinde St. Katharina | Stuttgart
Joachim Pfützner, Pfarrer

Veröffentlicht in Allgemein am 24. Dezember 2016| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner