20 Jahre Café Strich-Punkt

Café_Strich-PunktMit einem vielfältigen Festprogramm begehen die alt-katholische Gemeinde, der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V. und die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. am Freitag, 29. September, ab 14:00 Uhr das 20-jährige Bestehen des Café Strich-Punkt. Erstmals öffnete die Anlaufstelle für junge Männer, die der mann-männlichen Prostitution nachgehen, ihre Pforten 1997 – aber nicht in Stuttgarts Jakobstraße 3, wo sie seit Dezember 2009 ihr Domizil hat, sondern im Gemeinderaum der alt-katholischen Kirchengemeinde am Katharinenplatz 5, gleich neben der alt-katholischen Kirche St. Katharina (in Stuttgart eher bekannt unter dem Namen “Englische Kirche”). So war nicht nur das Projekt an sich etwas Einmaliges, sondern auch der Ort, wo es stattfand. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die im deutschsprachigen Raum in vergleichbaren Einrichtungen arbeiteten, bestätigten, so etwas gäbe es sonst nirgends. Inzwischen konnte sich das Café etablieren, nicht zuletzt aufgrund vielfältiger Weiterentwicklungen, darunter der Umzug in die gemeinsame Anlaufstelle für männliche und weibliche Prostituierte – auch dies eine Einmaligkeit, angeregt vom Gesundheitsamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Was in der Öffentlichkeit kaum bekannt ist: Hier gibt es nicht nur die Räume für den Café-Betrieb beider Einrichtungen, sondern auch Kleiderkammern, Gelegenheit zum Wäschewaschen, Duschgelegenheiten und ein Arztzimmer für die gesundheitliche Beratung.

Festprogramm:

  • 14:00 Uhr: Gottesdienst in der alt-katholischen Kirche St. Katharina
  • 14:45 Uhr: Gemeinsamer Gang zur Anlaufstelle, Jakobstraße 3
  • 15:00 Uhr: Grußworte/Gratulationen
  • Einblicke in die Arbeit des Café Strich-Punkt
  • Moderierte Gesprächsrunde mit Expertinnen und Experten aus Politik und Fachwelt sowie Gelegenheit zur Beantwortung von Fragen aus dem Publikum
  • Gefeiert wird mit kulinarischen Leckereien, Sekt, Saft oder Selters und der Musik des Duo Bluesette
Veröffentlicht in Neuigkeiten am 21. September 2017| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner