Klausur des Kirchenvorstands: Wichtige Weichen gestellt

2019 wird für die Katharinenkirche ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin gesucht. Foto: James Palik

2019 wird für die Katharinenkirche ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin gesucht. Foto: James Palik

Auf seiner diesjährigen Klausurtagung hat sich der Kirchenvorstand der Stuttgarter alt-katholischen Gemeinde mit der näheren Zukunft der Gemeinde auseinandergesetzt. Wichtigster Anlass dafür ist die bevorstehende Pensionierung von Pfarrer Joachim Pfützner zum 31. Juli 2019 und die damit verbundene Neubesetzung der Pfarrstelle. Aber auch die im Frühjahr 2019 turnusmäßig anstehenden Erneuerungswahlen für den Kirchenvorstand werden zu Veränderungen führen.

Im Blick auf die Neubesetzung der Pfarrstelle ging es um die Grundsatzfrage, ob das in die Jahre gekommene Haus in Stuttgart-Rohr, in dem es eine Dienstwohnung für den Pfarrer oder die Pfarrerin gibt, veräußert werden soll oder nicht. Nach eingehenden Beratungen, u.a. auch mit einem Vertreter der Bistumsfinanzkommission, wurde nun beschlossen, an der Immobilie festzuhalten und in den kommenden Jahren notwendige Sanierungsmaßnahmen am Haus durchzuführen. 2019 wird es vorrangig um die Dienstwohnung und den dazu gehörigen Garten gehen. Es sollen aber auch Schönheitsreparaturen am Haus und an den Garagen vorgenommen werden.

In Sachen Kirchensanierung geht es zunächst um eine fachliche Untersuchung der Rissbildungen im Altarraum. Dazu wurden von der Finanzkommission Mittel aus dem Baufonds bereitgestellt.

Für drei Mitglieder des Kirchenvorstands geht im Frühjahr 2019 die Amtszeit zu Ende. Alle drei haben erklärt, nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen. Für die Nachfolge wünscht sich der Kirchenvorstand insbesondere jüngere und weibliche Kandidaten. Die Mitglieder werden in nächster Zeit auf geeignete Gemeindemitglieder zugehen.

Die Neubesetzung der Pfarrstelle erfolgt durch eine Wahl der Gemeindeversammlung und die anschließende Ernennung durch den Bischof. Die Synodal- und Gemeindeordnung (SGO) sieht eine Ausschreibung zwei Monate vor Ablauf der bisherigen Stellenbesetzung vor. Interessierte Mitglieder der ständigen Geistlichkeit bewerben sich innerhalb von vier Wochen beim Bischof. Dieser präsentiert dann die Bewerberinnen und Bewerber dem Kirchenvorstand. Der Kirchenvorstand hat jede Bewerberin und jeden Bewerber zu einem Gottesdienst und einem anschließenden Gespräch mit den Gemeindemitgliedern einzuladen. An einem eigenen Sonntag ist schließlich die Gemeindeversammlung einzuberufen, um den neuen Pfarrer oder die neue Pfarrerin zu wählen. Die Wahl findet öffentlich in der Kirche statt und setzt die Teilnahme von mindestens zehn von Hundert der wahlberechtigten Gemeindemitglieder voraus (wählen dürfen alle Gemeindemitglieder ab Vollendung des sechzehnten Lebensjahres).

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 25. Oktober 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner