Gemeindeversammlung am 18. November

Foto: Stephan Däfler

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Zum zweiten Mal in diesem Jahr findet am Sonntag, 18. November, eine Gemeindeversammlung statt. Für die Stuttgarter Gemeinde ist das Standard. Sie nimmt sich gegen Jahresende jeweils Zeit, um auf das, was war, zurückzublicken und einen Plan für das kommende Jahr zu entwickeln. Der Blick nach vorn wird insbesondere von der bevorstehenden Pensionierung Pfarrer Pfützners und der Neubesetzung der Pfarrstelle Stuttgart bestimmt sein. Je nach Bewerberlage werden in der zweiten Jahreshälfte in kurzer Zeit mehrere Gemeindeversammlungen stattfinden – der Preis für das Recht der Gemeinden, den Pfarrer oder die Pfarrerin zu wählen. Die Wahl kann nur vorgenommen werden, wenn sich 10 Prozent der wahlberechtigten Gemeindemitglieder zur Wahlversammlung eingefunden haben. Am Ende der ersten Jahreshälfte steht die Verabschiedung von Pfarrer Pfützner an, an der auch Bischof Matthias Ring und Pfarramtskolleginnen und -kollegen aus dem Bistum teilnehmen werden. Zuvor stehen jedoch noch zwei besondere Feierlichkeiten an: Die Erstkommunion am 19. Mai und die Taufe einer Erwachsenen an Pfingsten. Ein wichtiges Ereignis werden auch die Erneuerungswahlen für den Kirchenvorstand sein, die im Rahmen der Frühjahrsgemeindeversammlung stattfinden wird. Drei Mitglieder des Kirchenvorstands und nach Möglichkeit auch zwei Ersatzpersonen sind zu wählen – die Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten läuft bereits.

Der Jahresrückblick enthält zahlreiche Punkte: Die Familien haben erstmals Veranstaltungsflyer herausgegeben – jeweils für ein halbes Jahr. Die Österliche Bußzeit mit dem Thema “Du und ich” gab inmitten einer immer individueller werdenden Gesellschaft Anlass, über die Notwendigkeit von Gemeinschaft nachzudenken. Die Visitation des Dekans lud ein, sich anhand der klassischen Gemeindeaufgaben Gottesdienst, Verkündigung, Diakonie, geschwisterliche Gemeinschaft Gedanken zu machen über die Stärken und Schwächen der Gemeinde. Der Ökumenische Workshop befasste sich mit dem Kirchengesang und seine Bedeutung in den verschiedenen christlichen Kirchen. Das Highlight des Jahres war die Festwoche anlässlich des 150. Kirchweihfestes der Katharinenkirche – anglikanische und alt-katholische Gemeinde haben es zusammen vorbereitet und gestaltet. Die seit 1931 bestehende “volle Kirchengemeinschaft” (full communion) fand ihren Ausdruck vor allem beim Festgottesdienst zum Auftakt, der von zwei Bischöfen, dem anglikanischen Bischof David Hamid und dem alt-katholischen Bischof Matthias Ring, geleitet wurde. An der Pfingstnacht der evangelischen Gesamtkirchengemeinde hat die Gemeinde sich wegen der anstehenden Jubiläumsfeierlichkeiten nicht beteiligt und die ursprünglich vorgesehene Teilnahme an der CSD-Hocketse Ende Juli musste sie mangels Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern absagen. Den Kirchenvorstand haben vor allem die Finanzsituation der Gemeinde und die neuen Datenschutzbestimmungen beschäftigt. Und schließlich waren da noch die Landes- und die Bistumssynode – auf beiden war die Gemeinde mit mehreren Abgeordneten vertreten.

Veröffentlicht in Allgemein am 15. November 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner