Antihelden* erhält Anerkennungspreis

Integrationspreis-2019_Sonderpreis380 Menschen und Organisationen haben sich auf Einladung des Ministeriums für Soziales und Integration um den Integrationspreis des Landes Baden-Württemberg beworben – darunter auch der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V. mit seinem Projekt Antihelden*. “Der Verein verfolgt das Ziel, durch Aufklärung und Beratung eine gewaltpräventive sexuelle Bildung für Jungen und junge Männer im Alter von zehn bis 27 Jahren zu erreichen”, heißt es in der Laudatio der Jury, die aus Mitgliedern des Landesbeirats für Integration bestand. “Zwei Sozialpädagoginnen bieten hierfür gezielt Workshops an, die vor allem in Schulen und Flüchtlingsunterkünften stattfinden. Sie werden mindestens an zwei Wochentagen, jeweils in drei Zyklen von zehn Wochen pro Jahr angeboten. Auch werden Zugänge zu sozialraumorientierten Beratungs- und Hilfenetzwerken aufgezeigt, um konkrete gesellschaftliche Verortungsmöglichkeiten darzustellen.”

Im Beisein von rund 800 Gästen haben Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Integrationsminister Manne Lucha am 21. Mai 2019 in Stuttgart die Preise verliehen. Sie waren in drei Kategorien eingeteilt: 1. Zivilgesellschaft, 2. Unternehmen und Verbände, 3. Kommunen und Verwaltungen. Zusätzlich wurde noch ein Sonderpreis im Bereich Kinder und Jugend vergeben. Zum Sonderpreis gehört auch der Anerkennungspreis an den Verein zur Förderung von Jugendlichen. Entgegengenommen wurde er von den Vorstandsmitgliedern Ulrich Sing und Pfarrer Joachim Pfützner sowie von Patrick Herzog, der als Mitarbeiter des Vereins das Projekt Antihelden* betreut.

Der Verein zur Förderung von Jugendlichen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten e.V. wurde 1998 gegründet, um das ein Jahr zuvor aus der Taufe gehobene diakonische Projekt Café Strich-Punkt der Alt-Katholischen Gemeinde Stuttgart zu tragen. Neben dem Café Strich-Punkt trägt der Verein seit 2015 das Projekt Antihelden*.

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 22. Mai 2019| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner