Zwei Erwachsene werden getauft

Ort für die Taufe einer Erwachsenen in Tübingen: Die Steinlach

Ort für die Taufe einer Erwachsenen in Tübingen: Die Steinlach

Für die Alt-Katholische Gemeinde Stuttgart wird Pfingsten in diesem Jahr zu einem besonderen Fest: Gleich zwei Erwachsene werden im Rahmen der Festgottesdienste in Tübingen und Stuttgart getauft.

Die Taufe in Tübingen am Samstag, 8. Juni, um 15:00 Uhr wird zudem noch zu einem besonderen Erlebnis: Die Taufkandidatin, die – wohl einmalig für einen nicht getauften Menschen – in Tübingen Theologie studiert, möchte gern, wie es in der alten Kirche der Anfangszeit die Regel war, in einem fließenden Gewässer getauft werden. So werden wir, nachdem wir in den biblischen Lesungen auf das Wort Gottes gehört haben, von der Tübinger St.-Michaels-Kirche ans Ufer der Steinlach ziehen, die nur wenige Meter von der Kirche entfernt durch Tübingen fließt. Dort werden sich nach dem traditionellen Lobpreis über das Wasser Taufkandidatin und Taufspender in das Wasser begeben. Anschließend wird die Prozession zurück zur Kirche ziehen und die Feier mit der Salbung der Getauften und der Eucharistie fortsetzen.

Die Taufe in Stuttgart am Pfingstsonntag, 9. Juni, um 10:00 Uhr wird weniger spektakulär verlaufen. Beide Taufen stellen aber für eine Gemeinde etwas Besonderes dar. Denn sie machen anschaulich, dass Gott mitten im Alltag Menschen ansprechen und in die Gemeinschaft seines Volkes rufen kann. Wie bei der Taufe Erwachsener üblich, empfangen beide Kandidaten gleichzeitig auch das Sakrament der Firmung. Ursprünglich war dieses fest mit der Taufe verbunden. Erst, als die Taufe nicht mehr zentral in der Bischofskirche stattfand, sondern möglichst rasch nach der Geburt vollzogen werden sollte, und, weil man im westlichen Bereich der Kirche der Auffassung war, nur der Bischof könne die die Taufe abschließende Salbung vollziehen, wurde diese Einheit aufgelöst und es entstand ein eigenes Sakrament der Firmung.

Veröffentlicht in Neuigkeiten am 3. Juni 2019| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner