Christopher Sturm hat sich auf die Pfarrstelle Stuttgart beworben

Christopher Sturm II

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist Ende Juni ist nun klar: Es gibt nur einen Bewerber auf die Pfarrstelle Stuttgart – und der heißt Christopher Sturm und ist derzeit Pfarrer der alt-katholischen Gemeinden Offenbach am Main und Aschaffenburg. Der 56-jährige Geistliche war vor seinem Eintritt ins Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland 2012 Priester der römisch-katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart und Pfarrer der Gemeinden St. Antonius in Stuttgart-Zuffenhausen und Zum Guten Hirten in Stuttgart-Stammheim. Neben seiner Tätigkeit als Pfarrer der Alt-Katholischen Gemeinden Offenbach und Aschaffenburg ist Christopher Sturm auch Dozent für Pastoraltheologie am Bischöflichen Seminar “Johanneum” in Bonn und Vertreter des Bistums in der ACK Deutschland.

Die Vorstellung von Pfarrer Sturm im Rahmen einer sonntäglichen Eucharistiefeier, die von ihm geleitet wird und in der er die Predigt hält, ist für den 29. September, 10:00 Uhr, vorgesehen (der ursprünglich an diesem Sonntag geplante gemeinsame Gottesdienst mit der Anglikanischen Gemeinde um 11:15 Uhr wird deshalb entfallen). Nach dem Gottesdienst wird Pfarrer Sturm sich einem Gespräch mit den Gemeindemitgliedern stellen. Die Wahl des neuen Pfarrers wird am Sonntag, 13. Oktober, beginnend mit der Eucharistiefeier um 10:00 Uhr, stattfinden. Die Gemeindemitglieder aus dem Umkreis der Gottesdienstorte Tübingen und Aalen sind gebeten, sich am 13. Oktober auf den zum Teil sehr langen Weg nach Stuttgart zu machen und sich an der Wahl zu beteiligen. Aus diesem Grund werden die Gottesdienste am 12. Oktober in Tübingen und am 13. Oktober in Aalen ausfallen.

Die Ordnung der Wahl der Pfarrerin oder des Pfarrers sieht in Absatz 6 für den Fall, dass nur eine Bewerberin oder ein Bewerber zur Wahl ansteht, vor, dass dann “die Wahlhandlung auf einen einzigen Wahlgang beschränkt ist, und die Bewerberin oder der Bewerber benötigt zu ihrer oder seiner Wahl die Mehrheit von 70 von Hundert der anwesenden Wahlberechtigten”. Voraussetzung für die Wahl ist zudem, dass “zehn von Hundert der wahlberechtigten Gemeindemitglieder anwesend” sind.

Dass eine Gemeinde – und nicht ein Wahlgremium oder der Kirchenvorstand – ihren Pfarrer wählen soll, ist ein Privileg, das es in der Ökumene ansonsten kaum gibt. Man kann es nicht hoch genug einschätzen. Wahlberechtigt sind alle zur Gemeinde Stuttgart gehörenden Gemeindemitglieder ab Vollendung des 16. Lebensjahres.

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 1. Juli 2019| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner