Eberhard Daniel Falke verstorben

Daniel FalkeNicht nur die Alt-Katholische Gemeinde Stuttgart, sondern viele andere auch, trauern um Eberhard Daniel Falke, der nach kurzer schwerer Krankheit am 16. August im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Seit 2001 gehörte er der Gemeinde an, die ihm nicht nur Heimat, sondern auch Familie war. Mit seiner direkten, kontaktfreudigen Art fand er schnell Anschluss zum “harten Kern”. Vertiefend geschah das im damaligen Kreis junger Erwachsener, der sich wenig später in “kuq – kreuz & quer” umbenannte und als Familienkreis verstand; Daniel (wie er überall in der Gemeinde genannt wurde) war darin der einzige Nicht-Verheiratete. Seine im Geist der ökumenischen Bruderschaft von Taizé wurzelnde Spiritualität brachte er im Vorbereitungskreis der wöchentlich stattfindenden Taizé-Gebete ein; regelmäßig übernahm er dort die Gestaltung einer Gebetsstunde. Später kam das “AbendLicht” hinzu – ein einmal monatlich stattfindender kreativer, frei gestalteter Gottesdienst. Darüber hinaus galt sein Interesse nicht nur dem übrigen Gemeindeleben, sondern insbesondere den Menschen, die dahinter standen. Wer neu in die Gemeinde kam oder sich einfach einmal in der Gemeinde umschauen wollte, kam an Daniel nicht vorbei, war er doch meist der erste, der auf die Neuen zuging. Gab es irgendwo etwas zu tun: Daniel war dabei – ob es nun beim Kirchenputz war oder beim Aufbau der Pavillons für das Katharinenfest oder bei der Säuberung der Anlagen um die Kirche. Was ihn ganz besonders auszeichnete: Sonntags war er oft der Letzte, der die Kirche verließ; er ging nicht, bevor nicht alles tadellos aufgeräumt war. So war es auch beim monatlichen “Kathy’s Vesper“; dem Kathy’s-Vesper-Team gehörte er seit 2001 an – und er hat keines der mit einer kurzen Andacht verbundenen Abendessen für Bedürftige und Einsame ausgelassen. Deshalb fiel es im Juli auch beinahe jedem Kathy’s-Vesper-Gast auf, dass Daniel fehlte; da war er bereits im Krankenhaus, allerdings ohne zu ahnen, mit was für einem Leiden er es zu tun bekommen sollte. Aber auch dort fiel Ärzten und Schwestern auf, wie viele und gute Freunde zu Besuch kamen und sich um ihn sorgten. Seinen überraschend schnellen Tod, Folge einer Lungenentzündung, die er sich im Krankenhaus zugezogen hat, begreifen seine Angehörigen und Freunde als Erlösung.

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 23. August 2019| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner