Einschränkungen angesichts der Ausbreitung des Corona-Virus

Liebe Schwestern, liebe Brüder,

aufgrund der verstärkten Ausbreitung von COVID-19 treffen Staat und Gesellschaft derzeit verschiedene Maßnahmen, um diese Verbreitung einzuschränken. Fachleute weisen darauf hin, dass die nächsten vier bis fünf Wochen entscheidend sind für die Verlangsamung der Ausbreitung. Ziel ist es, auf diese Weise eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Wie Sie den Medien sicherlich entnommen haben, wird seit einigen Tagen besonders auf die Verantwortung derer, die nicht zu den Risikogruppen gehören, für eben jene hingewiesen.

Die Synodalvertretung hat im Bewusstsein, dass wir auch als kleine Gemeinschaft unseren Beitrag leisten müssen und wollen, und in der Verantwortung für die Menschen, mit denen wir es zu tun haben, die folgende Notfallverordnung erlassen:

  1. Ab sofort werden alle öffentlichen Gottesdienste bis auf weiteres eingestellt.
  2. Alle Gemeindeveranstaltungen und Veranstaltungen alt-katholischer Verbände, Gremien und Kommissionen entfallen ab sofort. Das schließt Gemeindeversammlungen und Kirchenvorstandssitzungen ein, ebenso die Sakramentenkatechese.
  3. Um die Menschen in dieser Krise nicht allein zu lassen, wird die Einzelseelsorge weiterhin aufrechterhalten.
  4. Wir finden neue Kommunikationswege für die geistliche Begleitung z.B. durch die online Veröffentlichung von Predigtgedanken auf der Gemeindehomepage.
  5. Beerdigungen können stattfinden, nur ohne die Feier der Eucharistie und unter Beachtung von Hygieneregeln (kein Händeschütteln etc.)
  6. Die Gemeinderäume werden nicht an Dritte vermietet.
  7. Diese Regeln gelten ab sofort und gelten für die Dauer der Schulschließungen in Deutschland. Dies wird wahrscheinlich auch die Kar- und Ostertage einschließen.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, wir alle in der Synodalvertretung sind uns bewusst, dass wir mit diesen Notfallmaßnahmen drastisch in das Leben unserer Kirche auf allen Ebenen eingreifen. Auf das Herzstück unseres Gemeindelebens, die Feier der sonntäglichen Eucharistie, und eventuell auf die Feier der Kar- und Ostertage zu verzichten, fällt nicht leicht.

Wir sagen oft, dass wir im Gebet verbunden sind. In den nächsten Wochen wird dies die Form sein, in der wir unser Kirchesein leben können.

Ihr
Bischof Matthias

(Auszug aus dem Brief von der Synodalvertretung mit der Notfallverordnung vom 13. März 2020)

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 14. März 2020| Kommentare deaktiviert | Autor: Matthias von Wuthenau