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Feier der Versöhnung

Rembrandt_Verlorener_SohnZur inneren Vorbereitung auf das Weihnachtsfest findet am Sonntag, 16. Dezember, um 9:30 Uhr in unserer Stuttgarter Kirche St. Katharina eine Feier der Versöhnung statt. Bereits im 19. Jahrhundert haben die Alt-Katholiken die damals äußerst umstrittene Praxis des Bußsakraments reformiert. Dazu gehörten die Abschaffung der Verpflichtung zur Beichte mindestens einmal im Jahr und die Beschränkung des Sakraments allein auf die Ohrenbeichte. Seit 1877 gibt es deshalb im deutschen Bistum die Praxis, das Bußsakrament auch in gemeinschaftlicher Form zu feiern – mit sakramentaler Lossprechung. Selbstverständlich ist auf Wunsch weiterhin das persönliche Beichtgespräch möglich, allerdings nicht in einem Beichtstuhl, der ohnehin erst spät in die Kirchen kam. Da der alten Kirche, an deren Praxis sich die Alt-Katholiken oft orientieren, eine Verquickung von Bußsakrament und Eucharistiefeier fremd war – sie sah darin unabhängige, eigenständige Feiern – gehört zur alt-katholischen Eucharistiefeier kein Bußakt zu Beginn. Das Bußsakrament, das im deutschen Bistum der Alt-Katholiken lieber “Feier der Versöhnung” genannt wird, ist eigentlich ein sehr heilsames Sakrament, in dem es darum geht, die liebende Vergebungsbereitschaft Gottes zu erfahren, wie sie auch in vielen Begebenheiten, von denen die Evangelien erzählen, zum Ausdruck kommt – etwa in der Begegnung Jesu mit der Sünderin (Lukas 7,36-49).

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 11. Dezember 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Meditation und Mahl

Logo 2M2 M: So lautet eine Veranstaltungsreihe, die wir im Herbst 2016 gestartet haben. Sie findet jeweils am 3. Sonntag eines Monats abends um 18:00 Uhr im Ökumenesaal (gleich neben unserer Kirche St. Katharina) statt. 2 M steht für Meditation und Mahl. Unter Meditation ist bei dieser Veranstaltungsreihe eine Körperwahrnehmungsübung und eine 20-minütige angeleitete Stille zu verstehen. Der Begriff “Mahl” deutet auf die Feier der Eucharistie hin, d.h. Körperwahrnehmungsübung und Stille sind in eine schlichte Eucharistiefeier integriert. Das Angebot soll eine Möglichkeit sein, den Sonntag (oder das Wochenende) abzuschließen. Angeleitet werden die Abende jeweils von Priester Michael Weiße. Der nächste Termin ist am Sonntag, 16. Dezember.

Adventspredigtreihe “Das große Staunen”

Ikone Verkündigung an Maria“Oh!” ist ein Ausdruck des Staunens, aber auch ein Ausdruck der Ehrerbietung. In der Adventszeit, näherhin an den letzten sieben Tagen, zelebriert die Kirche ein Staunen der besonderen Art. Es gilt dem, dessen Ankunft (adventus) sie erwartet: Jesus Christus. Bestaunt wird er mit Bildern, Symbolen und Titeln, die aus der jüdischen Bibel, unserem Alten Testament, stammen. Denn dort ist die Sehnsucht nach Gottes rettendem Eingreifen lebendig, besonders dann, wenn es dem Gottesvolk nicht gut geht. Ebenso lebendig ist dort auch das Versprechen Gottes, aus dem Geschlecht Davids einen König zu erwählen, der das Volk in eine gute Zukunft führt. Die Kirche hat schon sehr früh diese alten Verheißungen und Bilder auf Jesus übertragen. Und sie lässt sie alljährlich vom 17. bis zum 23. Dezember lebendig werden in den sogenannten “O-Antiphonen”, die so genannt werden, weil sie jeweils mit dem Ausruf des Staunens und der Ehrerbietung beginnen: “O…”

Im vergangenen Jahr wurden bereits die ersten drei der insgesamt sieben O-Antiphonen vorgestellt (siehe unten die Übersicht zur Adventszeit 2017). Die Ansprachen können jeweils nachgelesen werden.

In diesem Jahr werden die restlichen vier O-Antiphonen betrachtet und – wie im vergangenen Jahr – am Ende der Eucharistiefeier, nach der Kommunion, zusammen mit dem Magnificat gesungen. Am ersten Adventssonntag wird die Betrachtung nur schriftlich vorgelegt, weil an diesem Sonntag aus Anlass der Adventsfeier Familiengottesdienst ist.

Herzliche Einladung, auf diese Weise die Adventszeit mitzufeiern!

 

Adventszeit 2017

 

Adventszeit 2018

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 25. November 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Zum letzten Mal Kathy’s Vesper in diesem Jahr

Offenes_Portal_KatharinenkircheZum letzten Mal in diesem Jahr war am Sonntag, 25. November, Kathy’s Vesper in der alt-katholischen Kirche St. Katharina in Stuttgart. Nun wird es bis Ende März eine Pause geben – im Januar und Februar vor allem auch wegen der benachbarten Vesperkirche in der evangelischen Leonhardskirche. Das letzte Kathy’s Vesper ist immer etwas Besonderes: Da gibt es unter anderem Saitenwürste und Kartoffelsalat. Die Saitenwürste wurden in diesem Jahr von der Metzgerei Kübler gestiftet, der Kartoffelsalat war das Produkt von Gemeindemitgliedern. “Vesper” bedeutet übrigens nicht nur zu Abend zu essen, sondern auch zu Abend zu beten. Kathy’s Vesper beginnt deshalb immer mit einem kurzen Abendgebet in der Katharinenkirche. In diesem doppelten Sinn wurde das ursprünglich einmal für Menschen auf der Straße gedachte Treffen 1997 aus der Taufe gehoben. Inzwischen stellen die Menschen auf der Straße nur einen Teil der Gäste dar. Es kommen auch viele Menschen, die einfach Gemeinschaft suchen, und bei nicht wenigen ist am Ende des Monats auch der Geldbeutel klamm.

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 24. November 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Jahrbuch 2019 erschienen

Jahrbuch 2019Rechtzeitig zur Gemeindeversammlung am 18.11.2018 ist das Jahrbuch 2019 erschienen. Es enthält den Liturgischen Kalender und das Adressverzeichnis für das Katholische Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Daneben gibt es für jeden Monat Bilder und Texte zum Jahresthema “Träumen”. Etwas für die Seele sind dann die Beiträge zum Jahresthema, darunter u.a.: “I have a dream” – Ich habe einen Traum, Gemeindeträume, Lebens-Traum, Zerbrochene Träume, Kirchenträume, Notiz zum Thema Mystik und Traum, Meine schönsten Alpträume, Da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum. In der Rubrik “Menschen heute” werden drei Personen aus dem Bistum vorgestellt, darunter Prof. Dr. Andreas Krebs, Direktor des Alt-Katholischen Seminars der Universität Bonn. Sehr beliebt ist auch die Reihe “Gemeinden stellen sich vor”, 2019 sind dies: Aachen, Bremen, Heidelberg und Passau. Und schließlich darf im Jahrbuch, das ja auch in außerkirchliche Hände gerät, der Beitrag “Was ist alt-katholisch?” nicht fehlen. Das Jahrbuch liegt im Schriftenstand der Kirche aus. Wer es mitfinanzieren möchte, kann dies mit 8,00 € pro Exemplar tun.

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 11. November 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Klausur des Kirchenvorstands: Wichtige Weichen gestellt

2019 wird für die Katharinenkirche ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin gesucht. Foto: James Palik

2019 wird für die Katharinenkirche ein neuer Pfarrer oder eine neue Pfarrerin gesucht. Foto: James Palik

Auf seiner diesjährigen Klausurtagung hat sich der Kirchenvorstand der Stuttgarter alt-katholischen Gemeinde mit der näheren Zukunft der Gemeinde auseinandergesetzt. Wichtigster Anlass dafür ist die bevorstehende Pensionierung von Pfarrer Joachim Pfützner zum 31. Juli 2019 und die damit verbundene Neubesetzung der Pfarrstelle. Aber auch die im Frühjahr 2019 turnusmäßig anstehenden Erneuerungswahlen für den Kirchenvorstand werden zu Veränderungen führen.

Im Blick auf die Neubesetzung der Pfarrstelle ging es um die Grundsatzfrage, ob das in die Jahre gekommene Haus in Stuttgart-Rohr, in dem es eine Dienstwohnung für den Pfarrer oder die Pfarrerin gibt, veräußert werden soll oder nicht. Nach eingehenden Beratungen, u.a. auch mit einem Vertreter der Bistumsfinanzkommission, wurde nun beschlossen, an der Immobilie festzuhalten und in den kommenden Jahren notwendige Sanierungsmaßnahmen am Haus durchzuführen. 2019 wird es vorrangig um die Dienstwohnung und den dazu gehörigen Garten gehen. Es sollen aber auch Schönheitsreparaturen am Haus und an den Garagen vorgenommen werden.

In Sachen Kirchensanierung geht es zunächst um eine fachliche Untersuchung der Rissbildungen im Altarraum. Dazu wurden von der Finanzkommission Mittel aus dem Baufonds bereitgestellt.

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Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 25. Oktober 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Große Herausforderungen – 61. Bistumssynode hat getagt

Seit vielen Jahren tagt die Synode des deutschen alt-katholischen Bistums in Mainz.

Seit vielen Jahren tagt die Synode des deutschen alt-katholischen Bistums in Mainz.

Vor große Herausforderungen sieht der Bischof des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, Dr. Matthias Ring, seine Kirche gestellt. In seinem Bericht zur Lage der Kirche verzichtete er zu Beginn der 61. Ordentlichen Bistumssynode, die vom 3. bis zum 7. Oktober in Mainz getagt hat, auf den gewohnten Rückblick und beleuchtete stattdessen fünf Themenkreise, über die in den nächsten Jahren jeweils ein Jahr lang auf verschiedenen Ebenen geredet werden sollte – selbstverständlich mit dem Ziel, eine Kirche zu werden, die sich dem gesellschaftlichen Wandel stellt und überzeugende Antworten gibt auf die Fragen und Sehnsüchte der Menschen.

Unter den insgesamt fünfzig Anträgen, über die die 124 Abgeordneten zu befinden hatten, waren zwei, die von allgemeinem Interesse sein dürften: Zum einen das Anliegen, unter angemessener Beteiligung der Gemeinden ein modernes Kompendium des alt-katholischen Glaubens zu erstellen – dazu soll nach dem Willen der Synode eine interdisziplinäre Kommission aus Theologen, Geistlichen und Laien des Bistums, gebildet werden, die bis zur Synode 2022 eine Vorlage erarbeitet. Zum anderen setzte die Synode Leitlinien gegen sexuelle Grenzverletzungen und sexuelle Gewalt in Kraft. Diese waren in einem mehrjährigen Prozess von einer Kommission erarbeitet worden, die sich aus qualifizierten Fachleuten zusammensetzt. Zwei Kommissionsmitglieder stellten das umfangreiche Papier vor und erläuterten es.

Aus der Gemeinde Stuttgart waren Ruth Seifert, Dieter Schütz und Pfarrer Joachim Pfützner zur Synode delegiert. Ihre Arbeit ist noch nicht beendet. Vielmehr tragen sie nun dafür Verantwortung, dass die Impulse und Beschlüsse der Synode in Leben der Stuttgarter Gemeinde hineingetragen werden. Laut Synodal- und Gemeindeordnung des deutschen alt-katholischen Bistums währt das Mandat der Synodenabgeordneten bis zur Wahl neuer Abgeordneter für die Synoden 2020 und 2022.

Weitere Berichte über die Synode:

o     zur Eröffnung der Synode

o     zum Bericht des Bischofs

o     neue Synodalvertretung

o     zum Thementag Frieden

o     zum Abschluss der Synode

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 8. Oktober 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Im Dialog für eine offene Gesellschaft

Auch im Wiener Stephansdom fand eine Kongress-Veranstaltung statt.

Auch im Wiener Stephansdom fand eine Kongress-Veranstaltung statt.

“Salz der Erde – Christinnen und Christen im Dialog für eine offene Gesellschaft” – so lautete das Motto des 32. Internationalen Alt-Katholiken-Kongresses, der am 23. September in Wien zu Ende ging. Auf Einladung der Altkatholischen Kirche Österreichs hatten sich in der Hauptstadt unseres Nachbarlandes rund 400 Mitglieder der in der Utrechter Union vereinigten alt-katholischen Kirchen und Gäste aus der Ökumene, insbesondere aus den anglikanischen Kirchen, versammelt. Mit letzteren stehen die alt-katholischen Kirchen der Utrechter Union seit 1931 in voller kirchlicher Gemeinschaft. Auch drei Bischöfe der Philippinischen Unabhängigen Kirche, mit denen die alt-katholischen Kirchen gleichfalls in voller kirchlicher Gemeinschaft stehen, waren zu dem alle vier Jahre stattfindenden Kongress angereist. Als besonderer Gast war der Metropolit der Malankara Mar Thoma Syrian Church, Erzbischof Joseph Mar Thoma, anwesend; die Internationale Bischofskonferenz der Utrechter Union pflegt seit 2006 einen Dialog mit der vor allem in Indien verbreiteten Kirche. (mehr …)

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 17. September 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Start in eine neue Saison

Offenes_Portal_KatharinenkircheMit dem Beginn des neuen Schuljahrs ist auch unser Gemeindeleben in eine neue Saison gestartet. Die Familien haben bereits den neuen Terminplan für Familiengottesdienste und -Veranstaltungen erstellt – er wird in Kürze hier veröffentlicht werden. Das Erntedankfest begehen wir mit unserer anglikanischen Schwestergemeinde zusammen – bei einem gemeinsamen Gottesdienst am Sonntag, 30. September, um 11:15 Uhr (um 10:00 Uhr ist an diesem Sonntag kein Gottesdienst). Auch der 32. Internationale Alt-Katholiken-Kongress vom 20. bis 23. September in Wien verhilft mit seinen Impulsen zu einem Neustart in den Gemeinden der Utrechter Union. Wenig später, am 3. Oktober, tritt in Mainz die 61. Synode unseres Bistums zusammen; die Beratungen, an die sich am 6. Oktober eine Friedenstagsynode anschließen wird, dauern bis zum 7. Oktober an. Über die Synode berichtet wird voraussichtlich am Sonntag, 14. Oktober, im Rahmen des Kirchenkaffees nach der um 10:00 Uhr beginnenden Eucharistiefeier. Der Kirchenvorstand wird sich am 20. und 21. Oktober in Klausur begeben und sich insbesondere Gedanken machen über das neue Jahr 2019, in dem ein Pfarrerwechsel anstehen wird: Pfarrer Joachim Pfützner wird sich im Sommer in den Ruhestand verabschieden und auf die Gemeinde kommt das seltene Ereignis der Wahl eines Pfarrers oder einer Pfarrerin zu. Da dies erst nach den Sommerferien geschehen kann, wird es notwendigerweise über die Sommerferien bis November oder Dezember 2019 eine Vakanz geben, eine pfarrerlose Zeit. Zuvor werden wir aber am 3. November 2018 einen Kinderbibeltag gestalten, am 18. November Gemeindeversammlung haben (in Tübingen am 10. und in Aalen am 11. November) und vom 2.-24. Dezember die Adventszeit begehen. Ein Höhepunkt wird darin die Adventsfeier der Gemeinde am Sonntag, 2. Dezember, sein. Geistliches Ereignis wird die Adventspredigtreihe sein, in der die 2017 begonnene Betrachtung der sogenannten O-Antiphonen fortgesetzt werden wird.

Veröffentlicht in Allgemein, Startseite am 14. September 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

“Rettet die Katharinenkirche”

111-1197So beginnt der Name des Fördervereins, der im Herbst 2005 zur Rettung und Erhaltung der Katharinenkirche Stuttgart gegründet wurde. Die Mitglieder dieses Vereins haben bei ihrer jährlichen Mitgliederversammlung Anfang Juli einen neuen Vorsitzenden gewählt. Es ist der anglikanische Priester Wolfgang Siebenpfeiffer aus Stuttgart. Der 76-Jährige, der lange Zeit in der alt-katholischen Gemeinde aktiv war, kennt beide Gemeinden und ist noch dazu gut vernetzt. Als Vorsitzender löst er den Restaurator und Diplomingenieur Georg Schmid ab, der seit 2012 an der Spitze des Vereins tätig war und sich insbesondere in die Außensanierung der Nord- und Westseite des Kirchengebäudes eingebracht hat. Von 2005 bis 2012 war der Stuttgarter Architekturprofessor Peter Faller Vorsitzender des Vereins. Für weitere drei Jahre wiedergewählt wurden Frank Edel als stellvertretender Vorsitzender, Klaus Kohl als Kassenwart und Chistopher Sloan als Beisitzer aus der Anglikanischen Gemeinde. Nicht besetzt werden konnte das Amt des Schriftführers. Hier wird der Vorstand weitersuchen müssen. Pfarrer Joachim Pfützner, der dieses Amt seit 2005 innehatte und der wegen seiner Pensionierung im nächsten Jahr nicht mehr kandidierte, hat sich bereiterklärt, die Tätigkeit kommissarisch weiterzuführen, allerdings höchstens bis zum Sommer nächsten Jahres.

Veröffentlicht in Neuigkeiten, Startseite am 29. Juni 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner