ABC des Gemeindelebens

Familien

Die jungen Familien mit Kindern bilden das Rückgrat unserer Gemeinde. Sie sind in allen Gottesdiensten stets herzlich willkommen. Soweit es ihnen zeitlich möglich ist, verabreden sie sich auch zu außergottesdienstlichen Zusammenkünften und Unternehmungen. Auskunft darüber gibt der aktuelle Familienflyer oder eine Anfrage unter familien@alt-katholisch-stuttgart.de.

Zentral für die Familien sind die Kindergottesdienste, die nach Möglichkeit 14-tägig an den Sonntagen der geraden Kalenderwochen stattfinden. Die konkreten Termine sind im Flyer “Auf geht’s!”, der alle halben Jahre neu herauskommt, und unter Kindergottesdienst veröffentlicht.

Kindergottesdienst bedeutet. dass im Rahmen der sonntäglichen Eucharistiefeier nach dem Gebet des Tages im Ökumenesaal eine eigene Verkündigung für Kinder stattfindet. Sie wird von Eltern, aber auch von anderen Gemeindemitgliedern gestaltet. Angestrebt ist, ein- bis zweimal im Jahr einen kindgerechten gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche zu feiern.

Ein wichtiger Treffpunkt für die Familien mit Kindern ist die Adventsfeier im Dezember mit dem Besuch des Nikolauses, der für die Kinder – auch für die Kleinsten – immer ein nettes Geschenk dabei hat.

 

Veröffentlicht am 2. September 2014| Kommentare deaktiviert | Autor: ak

Familiengottesdienste

Im Unterschied zu Kindergottesdiensten, die neben der sonntäglichen Eucharistiefeier im Ökumenesaal direkt neben der Kirche stattfinden, also abseits der in der Kirche versammelten Gemeinde, allerdings nur für die Zeit, in der die Lesungen und das Evangelium vorgetragen werden und die Ansprache erfolgt (spätestens zum Friedensgruß nach den Fürbitten kommen die Kinder wieder in die Kirche zurück), bleiben in den Familiengottesdiensten alle in der Kirche. Die Eucharistiefeier ist dann so gestaltet, dass die Kinder darin einbezogen sind und in der Predigt oder Katechese auch angesprochen werden. Wenigstens zwei- bis dreimal im Jahr finden in unserer Gemeinde Familiengottesdienste statt. Die Termine finden sich auf dem aktuellen Familienflyer.

Veröffentlicht am 30. Juni 2018| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Firmung

„Firmung“ oder „Konfirmation“ heißt „Stärkung“. In der alt-katholischen Kirche ist die Firmung eines von sieben Sakramenten. Es steht in engem Zusammenhang mit der Taufe und bringt den Abschluss der Eingliederung in die Kirche zum Ausdruck. Stärkung bedeutet dabei, dass der Glaube an Gott eine Gabe des Heiligen Geistes ist und nicht das Ergebnis einer Willensanstrengung. Äußere Zeichen dafür sind die Handauflegung und die Salbung mit heiligem Öl (Chrisam). Gespendet wird das Sakrament der Firmung durch den Bischof oder die Bischöfin. In der Ordnung unserer Kirche ist als Mindestalter zum Empfang der Firmung das 14. Lebensjahr festgelegt; in unserer Gemeinde hat sich jedoch die Firmung ab dem 16. Lebensjahr bewährt. Voraussetzung für die Feier der Firmung ist eine Vorbereitungszeit, in der die Grundlagen des christlichen Glaubens noch einmal vertieft werden.

Immer dann, wenn sich mehrere Firmbewerberinnen und Firmbewerber finden, laden wir den Bischof zur Firmung ein. Das geschieht mindestens alle zwei Jahre.

Auch Erwachsene können, wenn sie das Sakrament noch nicht empfangen haben, sich zur Firmung anmelden. In diesem Fall werden besondere Vereinbarungen zur Vorbereitung getroffen. Klassisch wird das Sakrament der Firmung im Rahmen der Erwachsenentaufe gefeiert; es schließt sich dann unmittelbar an die Taufspendung an. In diesem Fall beauftragt der Bischof oder die Bischöfin den zuständigen Pfarrer oder die zuständige Pfarrerin zur Feier des Sakraments.

Veröffentlicht am 2. September 2014| Kommentare deaktiviert | Autor: ak

Frauen

Die Frauenarbeit hat eine lange Tradition in unserer Kirche. Mehr dazu auf der Homepage des Bundes alt-katholischer Frauen.

In unserer Gemeinde gibt es eine Frauengruppe, die sich zurzeit allerdings nicht regelmäßig, sondern nach Vereinbarung trifft.

Regelmäßige Aktivitäten der Frauen in unserer Gemeinde:

  • der jährliche Weltgebetstag der Frauen, dessen Vorbereitungen immer schon zeitig beginnen und in sich ein Bildungsprogramm umfassen
  • ein Frauengottesdienst zum Bistumsfrauentag in der Osterzeit
  • die Teilnahme am Jahrestreffen des Bundes alt-katholischer Frauen (baf)

 

Ansprechpartnerinnen: Lydia Ruisch und Dirgis Wansor.
E-Mail: frauengruppe@alt-katholisch-stuttgart.de

 

Veröffentlicht am | Kommentare deaktiviert | Autor: ak

Fronleichnam

„Danktag für die Eucharistie“ – so ist im Eucharistiebuch unseres Bistums jener Tag überschrieben, der in den Kalendern „Fronleichnam“ genannt wird. Was kaum noch bekannt ist: Das Fest verdankt sich dem Impuls einer Frau. Die 1258 verstorbene Juliana von Lüttich hatte eine Vision, aus der hervorging, dass der Kirche ein Fest fehle, das eigens die Gabe der Eucharistie feiert. Daraufhin ordnete der Lütticher Bischof Robert 1246 ein solches Fest für sein Bistum an. Überregionale Bedeutung sollte es bekommen, nachdem in Papst Urban IV. ein Lütticher nach Rom kam und 1264 das Fest für die ganze lateinische Kirche vorschrieb. Doch fand diese Anordnung zunächst kaum Resonanz. Lediglich in Ungarn und in einigen Orden wurde es eingeführt, darunter vor allem in Frauenklöstern, die sich darüber freuten, dass das Fest ursprünglich aufgrund der Anregung einer Frau zustande gekommen war. Erst das Konzil von Vienne 1311/12 trug dazu bei, dass der Danktag für die Eucharistie in immer mehr Orts- und Nationalkirchen Einzug hielt. In diese Zeit fiel auch seine Verknüpfung mit einer Prozession, die wenig später das unter den Gläubigen zugenommene Schauverlangen aufnahm und zur Einführung der Monstranz führte. Das Tridentinische Konzil stellte dann den katholischen Bekenntnischarakter des Fronleichnamsfestes heraus und trug dazu bei, dass sich die Prozessionen zu konfessionellen Demonstrationen entwickelten. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil setzte schließlich eine Neubesinnung ein, die, biblisch fundiert, auch dem ökumenischen Gedanken Rechnung tragen sollte und eine Verehrung der Eucharistie weniger im Schauen als vielmehr in ihrer Feier sah. Damit verloren die Prozessionen an Bedeutung und wurden an vielen Orten ganz abgeschafft.

Knapp hundert Jahre vorher hatten die Alt-Katholiken im Rahmen dringender Reformen Ähnliches beschlossen. Fronleichnam sollte als Danktag der Eucharistie mit deren Feier, nicht aber mit pompösen Prozessionen begangen werden. In diesem Sinne feiern wir auch in unserer Gemeinde jenen Feiertag, der am ersten Donnerstag in der sogenannten festlosen Zeit begangen wird (also nach dem Dreifaltigkeitssonntag) und in den Kalendern „Fronleichnam“ heißt. Seit 2010 tun wir das gemeinsam mit unserer evangelischen Nachbargemeinde in Stuttgart, der Leonhardsgemeinde. Wir wollen damit zum Ausdruck bringen, dass die Eucharistie Menschen zusammenführen will – auch über Konfessionsgrenzen hinweg. Grundlage dafür ist die Vereinbarung über eine gegenseitige Einladung zur Teilnahme an der Eucharistie, die 1985 zwischen der EKD und dem Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland getroffen wurde.

Veröffentlicht am | Kommentare deaktiviert | Autor: ak