ABC des Gemeindelebens

Gartenfest

Jahrelang hat unsere Gemeinde kurz vor den Sommerferien ein Katharinenfest ausgerichtet, eine “Hocketse” (wie es im Schwäbischen heißt) auf dem Platz vor der Kirche mit Getränke- und Essensangebot, nachmittags gab es auch Kaffee und Kuchen. Nicht nur für Gemeindemitglieder war das Fest, sondern auch für unsere anglikanischen Geschwister, mit denen wir zuvor gemeinsam Eucharistie gefeiert hatten, und für die Nachbarschaft rund um die Katharinenkirche. Viel Arbeit war damit verbunden, und jedes Jahr wurden vonseiten des Ordnungs- und Gesundheitsamts die Auflagen für dergleichen Feste komplizierter. Als wir 2010 wegen der Bodensanierung aus der Kirche ausweichen und unsere Gottesdienste an einem anderen Ort feiern mussten, konnte das Katharinenfest erstmals nicht stattfinden. 2011 hatten wir alle Hände voll zu tun mit der Orgelweihe am Pfingstsonntag – also gab es wiederum kein Katharinenfest. Für 2012 entschied die Gemeindeversammlung, ein einfaches Fest nur unter Gemeindemitgliedern zu feiern, ohne großen Service, jede und jeder sollte selbst zu essen mitbringen, ebenso das nötige “Handwerkszeug”, nämlich Teller, Gläser, Besteck, evtl. auch eine Tasse zum Kaffee- oder Teetrinken. Alle übrigen Getränke wurden gestellt, auch Grills standen bereit – und natürlich genügen Tische und Bänke zum “Hocken”. Zum Feiern gingen wir in den Garten des Pfarrhauses in Stuttgart-Rohr. Dort begann das Fest mit einem Freiluftgottesdienst. Und alle waren begeistert. Aus dem Katharinenfest war ein Gartenfest geworden, das seitdem alljährlich stattfindet…

Veröffentlicht am 29. Mai 2015| Kommentare deaktiviert | Autor: Joachim Pfützner

Geld

Wie finanzieren sich die Alt-Katholiken? Die staatliche Anerkennung unseres Bischofs als katholischer Bischof und unseres Bistums als katholisches Bistum, die im Zusammenhang mit der Bistumsgründung 1873 erfolgte, bringt es mit sich, dass es auch für die AltKatholiken die von den staatlichen Organen eingezogene Kirchensteuer gibt. Diese wird von den Finanzämtern an die jeweiligen Landeskassen überwiesen und anschließend an die Synodalkasse des Bistums weitergeleitet. Soweit dem Bistum staatliche Leistungen zustehen, gehen auch diese in die Synodalkasse ein. Daraus werden dann die Mittel für die Personalkosten aller Geistlichen entnommen, des Weiteren die Pensionen der pensionsberechtigten Geistlichen und ihrer Hinterbliebenen, die Personalkosten der Bischöfin oder des Bischofs und der Angestellten des Ordinariats, die Mittel für den Bischöflichen Haushalt, den Sockelbetrag für die Landessynoden, Gemeindeverbände und gemeindeverbandsfreien Gemeinden, den Unterstützungsfond, den Bauerhaltungsfond und den Investitionsfond. Verantwortlich für die Synodalkasse ist der oder die jeweilige Vorsitzende der von der Bistumssynode gewählten Finanzkommission. Das ist seit November 2014 Dr.  Norbert Giebeler aus der Gemeinde Wiesbaden. Ihm zugeordnet ist das Büro der Finanzkommission in Bonn, in dem Frau Claudia Velosa de Silva als Assistentin der Finanzkommission arbeitet. Sie ist gleichzeitig auch Pfarrsekretärin der Gemeinde Bonn; deshalb ist das Büro der Finanzkommission vorerst im Sekretariat der Gemeinde Bonn in der Schaumburg-Lippe-Straße 2 untergebracht.

Die Erfahrung zeigt, dass den Gemeinden aufgrund ihrer geringen Mitgliederzahl die Kirchensteuermittel allein nicht zur Finanzierung reichen. Die ihnen zustehende Kirchensteuer geht gewöhnlich im Gehalt des Pfarrers oder der Pfarrerin auf. Die alt-katholische Kirche ist, so gesehen, eine arme Kirche. Ihre Gemeinden sind zusätzlich auf die Spenden von Mitgliedern und Freundinnen und Freunden der Kirche angewiesen.

Verantwortlich: Kirchenrechner Dr. Michael Grieb, siehe Kontakte & Adressen

Spendenkonto:
Alt-Katholische Kirchengemeinde Stuttgart
IBAN: DE58 5206 0410 0000 4029 66
BIC: GENODEF1EK1

Veröffentlicht am 2. September 2014| Kommentare deaktiviert | Autor: ak

Gemeindeausflug

Einmal im Jahr begibt sich die Gemeinde auf Tour. Meistens findet das an einem Sonntag statt.

Der Gottesdienst wird an diesem Tag unterwegs gefeiert. Der Gemeindeausflug ist eine Chance, die Kontakte unter den Gemeindemitgliedern zu vertiefen. Die letzten Ausflugsziele waren: Fahrradtour ins Remstal (2003 und 2004), Esslingen (2005), Tübingen (2006), Besigheim (2007), Murrhardt (2008), Freizeitpark Eins + Alles im Welzheimer Wald (2009), Grabkapelle Rotenberg (2012) und Kloster Bebenhausen (2015).

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Gemeindeversammlungen

Gemeindeversammlungen stellen das synodale Tun auf der Ebene der Kirchengemeinde dar. Von hier aus gestaltet sich die Mitverantwortlichkeit und Mitwirkung des ganzen Gottesvolkes am Weg der Kirche (siehe Was uns von “den anderen” Katholiken unterscheidet). Im Einzelnen bedeutet das:

Die Gemeindeversammlung wählt

  • den Pfarrer bzw. die Pfarrerin,
  • die Mitglieder des Kirchenvorstands, der als Vertretung der Gemeindeversammlung die laufenden Geschäfte der Kirchengemeinde führt,
  • die Abgeordneten für die Bistums- und Landessynode.

In unserer Gemeinde tritt die Gemeindeversammlung zweimal jährlich zusammen:

  • Im Frühjahr, um die Rechenschaftsberichte des Pfarrers und des Kirchenvorstandes entgegenzunehmen und den Haushaltsplan zu beschließen,
  • und im Herbst, um sich Planungen und Zielsetzungen des Gemeindelebens zu widmen.
Veröffentlicht am | Kommentare deaktiviert | Autor: ak

Gottesdienste

Zentralstes Element unseres Gemeindelebens ist die Feier unserer Gottesdienste. Dabei unterstreichen wir das Wort „Feier”. Das bedeutet: Wir nehmen uns Zeit für unsere Gottesdienste; wir schauen darauf, dass alle Versammelten sie mitfeiern können (auch die Kinder) und dass möglichst viele eine Aufgabe oder einen Dienst übernehmen; Musik spielt eine wichtige Rolle, wir singen gern mehrstimmig (z.B. die Gesänge aus Taizé), an und ab ist ein Chor bei uns zu Gast oder auch eine Instrumentalgruppe, auch Stille und Besinnung sind uns Bedürfnisse.

Nach altkirchlicher Tradition feiern wir an Sonn- und Feiertagen die Eucharistie. Zur Kommunion sind alle Getauften, unabhängig ihrer konfessionellen Zugehörigkeit, eingeladen, denn nicht die Kirche, sondern Jesus Christus lädt zum eucharistischen Mahl ein. Für das gemeinsame Essen und Trinken der eucharistischen Gaben lassen wir uns Zeit: „Kostet und seht, wie gut der Herr ist” (Psalm 34,9).

Auch während der Woche sind uns Gottesdienste wichtig: Jeden Dienstag kommen wir um 18.30 Uhr zum Ökumenischen Taizégebet zusammen, jeden Freitag um 18:30 Uhr feiern wir die Lichtvesper. Donnerstagabends sind wir um 19:00 Uhr zum Abendgottesdienst unserer evangelischen Nachbargemeinde St. Leonhard eingeladen; einmal monatlich, immer am ersten Samstag um 18:00 Uhr, feiern wir das “abendLicht“, einen etwas freier gestalteten Gottesdienst, der Leib und Seele gleichermaßen ansprechen soll.

Um das Kirchenjahr bewusst zu feiern, gestalten wir in besonderer Weise die Vorbereitungszeiten des Advent und der Fastenzeit. Die Christmette und die Osternacht sind für uns Höhepunkte in unserem gottesdienstlichen Feiern.

Um – vor allem für ältere Gemeindemitglieder – die Wege kurz zu halten, haben wir in Aalen und in Tübingen Gottesdienstorte eingerichtet. Solche Gottesdienstorte sind nicht für die Ewigkeit gedacht; es gibt sie, solange das Bedürfnis dazu besteht. Wenn sich an weiteren Orten eine Gruppe finden sollte, die bereit ist, regelmäßig (gewöhnlich einmal monatlich) zu Gottesdiensten zusammenzukommen, können dort neue Gottesdienstorte entstehen. Ausgenommen davon sind Orte im S-Bahn-Bereich der Region Stuttgart. Von dort aus ist unser Gemeindezentrum mit der eigenen Kirche St. Katharina gut zu erreichen.

Veröffentlicht am | Kommentare deaktiviert | Autor: ak