Alt-katholisch werden

Zwei Wege gibt es, die zur Mitgliedschaft in unserer Gemeinde und damit in der Alt-Katholischen Kirche führen:

Wer getauft ist, kann nach einer halbjährigen Schnupperzeit einen Beitrittsantrag stellen, der dann dem Kirchenvorstand zur Entscheidung vorgelegt wird. Voraussetzung dafür ist der Nachweis, keiner anderen Kirche anzugehören. Mit der Annahme des Beitrittsantrags durch den Kirchenvorstand beginnt offiziell die Mitgliedschaft im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland. Die zuständigen staatlichen Stellen (Standesamt, Meldeamt, Finanzamt) werden durch das Pfarramt darüber benachrichtigt. Ebenso empfiehlt sich die persönliche Benachrichtigung des Arbeitgebers mit der Bitte, die Kirchensteuer künftig an die alt-katholische Kirche (Kürzel „ak“) abzuführen.

Wer nicht getauft ist, kann sich nach einer angemessenen Schnupperzeit zur Taufe anmelden. Je nach Vorkenntnissen wird daraufhin ein Weg der Einführung in den christlichen Glauben vereinbart. Wichtig ist, dass dem Taufbewerber oder der Taufbewerberin ein Mann oder eine Frau zur Seite gestellt wird, der oder die in der christlichen Glaubenspraxis erfahren ist und sich in die Einführung einbringt. Während der Einführungszeit, die auch „Katechumenat“ genannt wird (entsprechend wurden in der alten Kirche die Taufbewerberinnen und Taufbewerber „Katechumenen“ bezeichnet), finden verschiedene liturgische Feiern statt, die sowohl intern im Rahmen der Katechumenatsgruppe als auch öffentlich im Rahmen der sonntäglichen Gemeindegottesdienste begangen werden. Die Taufe selbst wird nach Möglichkeit im Rahmen der Osternacht gefeiert, so wie es in der alten Kirche Brauch war. Erwachsenen Taufkandidatinnen und Taufkandidaten wird dabei in der Regel auch das Sakrament der Firmung gespendet, es sei denn, im selben Jahr wäre der Bischof zur Firmung da, dann findet diese extra statt. Selbstverständlich sind Erwachsenentaufen auch zu anderen Zeiten im Jahr möglich.

Veröffentlicht in am 2. September 2012| Kommentare deaktiviert | Autor: ak