Kirchensteuer

Kirchensteuer – das ist ein heißes Thema, das es auch in der kleinen alt-katholischen Kirche gibt. Allerdings wird bei uns die Kirchensteuer weniger in Frage gestellt. Unser Problem ist, dass sie bei so wenigen Kirchenmitgliedern nicht reicht, um in den Gemeinden alle Aufgaben erfüllen zu können. Wir sind deshalb trotz Kirchensteuer auf Spenden angewiesen. Vielerorts reicht die Kirchensteuer gerade, um das Gehalt des Pfarrers oder der Pfarrerin zu bezahlen. Da kann man sich vorstellen, was angesichts zahlreicher Seelsorgefahrten, Reparaturen, Synoden, Messwein usw. alles durch Spenden finanziert werden muss.

Die Kirchensteuer, die auch bei uns vom Staat eingezogen wird (unsere Kirche hat dabei das Kürzel “ak” für “alt-katholisch”), fließt seit einer Finanzreform in unserem Bistum in eine gemeinsame Kasse, die Synodalkasse. Damit soll mehr Gerechtigkeit hergestellt werden zwischen armen und reichen Gemeinden. Reiche Gemeinden können sich selbst tragen, arme Gemeinden haben die Möglichkeit, Unterstützung aus einem eigenen Fond zu beantragen. Darüber hinaus gibt es beim Bistum noch den Bauerhaltungs- und den Investitionsfond. Über die Anträge aus den Gemeinden entscheidet die Finanzkommission; jedes Antragsverfahren wird aber zusätzlich noch durch die Synodalvertretung geprüft.

Veröffentlicht in am 2. September 2014| Kommentare deaktiviert | Autor: ak